
Im Rahmen des regionalen NAX-Mitgliedertreffens fand am 29. September 2025 ein spannender Austausch zum Thema nachhaltiges Bauen statt. Gastgeber war das Architekturbüro ingenhoven associates in Düsseldorf. Nach einer geführten Besichtigung des Projekts Kö-Bogen II stand der Nachmittag ganz im Zeichen von Impulsen und Diskussionen rund um die Frage: „Nachhaltiges Bauen – Katalysator oder Bremse für Immobilieninvestitionen?“
Im Mittelpunkt der Diskussion, die von Christoph Rose (stellv. Geschäftsführer der Architektenkammer NRW) moderiert wurde, standen die Herausforderungen und Chancen, die mit der Umsetzung nachhaltiger Bauprojekte einhergehen. Dabei wurde deutlich, dass zwischen der Notwendigkeit zur Regulierung und dem Wunsch nach mehr Freiräumen für Innovation ein sensibles Gleichgewicht gefunden werden muss. Während auf der einen Seite zusätzliche Anreize – etwa durch die Schaffung von mehr Baufläche bei gleichzeitigem Ausbau des öffentlichen Raums – als sinnvoll erachtet werden, wurde auf der anderen Seite betont, dass der Markt bereits stark reguliert sei. Statt neuer Vorschriften wurde vielfach ein stärkerer Fokus auf den Gebäudebestand und kreative Lösungen im Umgang mit vorhandener Bausubstanz gefordert.
Auch die Rolle von CO₂-Grenzwerten wurde kontrovers diskutiert. Einige Stimmen befürworteten klare Grenzen als notwendig für mehr Verbindlichkeit, andere warnten vor zu starren Vorgaben, die Innovationen und Investitionen ausbremsen könnten. Einigkeit herrschte darüber, dass nachhaltiges Bauen nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sein muss – und dass viele idealistische Ziele häufig an der Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft scheitern.
Neben technischen und regulatorischen Fragen spielte auch der Aspekt der Nutzerakzeptanz eine Rolle: Nachhaltigkeit sollte nicht nur in Energiekennzahlen messbar sein, sondern auch im Hinblick auf Langlebigkeit und Aufenthaltsqualität überzeugen. Zudem wurde die Verantwortung von Kommunen hervorgehoben – insbesondere durch vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren.
Abgerundet wurde das Treffen durch anregende Gespräche beim anschließenden Networking in entspannter Atmosphäre.











