Mit dem IPA-Vertrag für das NOVO Bremerhaven setzt die Stadt ein starkes Zeichen: Auf dem ehemaligen Karstadt-Areal entsteht ein inklusiver „Dritter Ort“, der Bibliothek, Jugendherberge, Gastronomie sowie offene Lern- und Begegnungsräume zu einem neuen urbanen Mittelpunkt verbindet. Das NOVO Bremerhaven versteht sich als niederschwelliger, sozial verbindender Raum und soll den Stadtkern Bremerhavens als lebendigen öffentlichen Ort neu definieren.
Zugleich wird das NOVO Bremerhaven zu einem wichtigen Beispiel für den Kulturwandel im deutschen Bauwesen. Während Allianzenmodelle international längst etabliert sind, gilt Bremerhaven mit positiven Erfahrungen aus der „Allianz 3 Schulen“ als Vorreiter für kollaborative Projektabwicklung. Gemeinsam mit baubüro.eins und includi gestaltet blrm den IPA-Prozess, der BIMBIM Building Information Modeling- und Lean-Methoden integriert, Risiken teilt und Innovation fördert. Im Interview spricht Jan Busemeyer, blrm, über die bisherigen Erfahrungen, das Potenzial des IPA-Modells und darüber, warum kooperative Ansätze gerade jetzt an Bedeutung gewinnen.

Jan Busemeyerblrm
Wir freuen uns sehr, Jan Busemeyer, Architekt BDA und geschäftsführender Gesellschafter der blrm Architekt*innen GmbH in Hamburg, als Gesprächspartner begrüßen zu dürfen. Mit seiner Berufung in den Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) und einer beeindruckenden beruflichen Laufbahn – von seiner Tätigkeit als Head of Design und späterer Büroleiter bei blauraum Architekten bis hin zu internationalen Erfahrungen bei Teisen-Giesler architectes in Luxemburg – prägt Jan seit vielen Jahren die architektonische Landschaft in Deutschland. Sein beruflicher Weg begann jedoch ganz handwerklich als ausgebildeter Tischler, bevor er an der Fachhochschule Trier sein Diplom in Architektur erwarb. Diese Verbindung aus gestalterischer Expertise, handwerklichem Verständnis und langjähriger Führungserfahrung macht ihn zu einem besonders reflektierten und praxisnahen Interviewpartner.
NAXNAX Netzwerk Architekturexport: Das NOVO Bremerhaven gilt als ein zentraler Baustein der innerstädtischen Transformation Bremerhavens. Auf dem ehemaligen Karstadt-Areal entsteht ein hybrider Ort, der Bibliothek, Jugendherberge, Gastronomie und inklusiv gedachte Gemeinschaftsräume zusammenführt. Welche architektonische und städtebauliche Rolle übernimmt blrm in diesem Allianzenprojekt — und was macht das NOVO Bremerhaven für die Weiterentwicklung der Innenstadt so relevant?
Busemeyer: Das NOVO Bremerhaven ist für Bremerhaven ein wichtiges Projekt, weil hier mehrere öffentliche Nutzungen erstmals in einem gemeinsamen Gebäude zusammengeführt werden. Bibliothek, Jugendherberge, Bildungs- und Laborbereiche sowie Gastronomie und öffentliche Aufenthaltsflächen ergänzen sich und schaffen ein Angebot, das die Innenstadt funktional stärkt und neue Formen der Nutzung ermöglicht. Eine wesentliche Grundlage dafür ist die neu entstehende Freiraumachse, die die Fußgängerzone, den Alten Hafen und die Havenwelten miteinander verbindet. Das NOVO Bremerhaven ist in diese Achse eingebunden und bildet einen klaren Orientierungspunkt im Stadtraum.
Wir arbeiten innerhalb der Projektallianz NOVO Bremerhaven für die Objektplanung Gebäude und Innenräume in der ARGE Planungsgemeinschaft NOVO, gemeinsam mit includi und baubüro.eins. Unsere Arbeit basiert auf den Machbarkeitsstudien von Gerber Architekten und Baulampe Architekten, sowie auf der städtebaulichen Konzeption vom niederländischen Planungsbüro De Zwarte Hond, die das Areal und die neue Freiraumachse strukturell vorgedacht haben.
Ein zentraler Teil des Planungsprozesses ist die Abstimmung mit den künftigen Nutzern, insbesondere der Stadtbibliothek und der Jugendherberge. Diese Abstimmungen werden in unserer ARGE von includi federführend koordiniert, da sie über besondere Expertise in der Entwicklung „Dritter Orte“ verfügen. In diesen Gesprächen klären wir Raumprogramme, Abläufe, Schnittstellen und Synergien – und integrieren diese Ergebnisse kontinuierlich in die Planung.
blrm verantwortet innerhalb der ARGE das Entwurfskonzept sowie dessen architektonische Ausarbeitung. Dieses baut auf den bestehenden städtebaulichen Planungen auf und bildet die Grundlage für die bauliche Umsetzung ab 2027.

Workshop zur Gesamt_Prozess-Analyse (GPA) in der Colocationblrm
„NOVO ist in diese Achse eingebunden und bildet einen klaren Orientierungspunkt im Stadtraum.“
Jan Busemeyer
NAX: Mit der Unterzeichnung der IPA‑Vereinbarung am 22. Januar 2026 begann eine Phase, in der sämtliche Partner früh und verbindlich in einen gemeinsamen Planungsprozess eintreten. Wie hat sich blrm methodisch und organisatorisch auf dieses Umfeld vorbereitet? Und welche Eindrücke haben Sie aus den ersten Wochen der Zusammenarbeit innerhalb der Allianz mitgenommen?
Busemeyer: Wir haben uns früh auf das One‑Team‑Prinzip eingestellt, das die Grundlage der IPA‑Struktur bildet. Dazu gehörte, unsere internen Abläufe auf eine Arbeitsweise auszurichten, in der wir nicht in eigenen Zuständigkeitsgrenzen denken, sondern als Teil eines gemeinsamen Projektteams. Konkret haben wir Lean‑Methoden eingeführt, unsere Kommunikationsroutinen geschärft und unser BIM‑Setup so vorbereitet, dass alle Allianzpartner direkt und transparent im selben Datenumfeld arbeiten können.
In der Allianz selbst sind die Rollen klar definiert – und das wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit aus. Für die Objektplanung Gebäude und Innenräume arbeiten wir als ARGE Planungsgemeinschaft gemeinsam mit includi und baubüro.eins. Innerhalb der ARGE übernimmt blrm die architektonische Leitrolle, includi führt die Nutzerprozesse und die Programmierung des Dritten Ortes, während baubüro.eins für Kostenplanung, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung und Lean-Management verantwortlich ist. Diese klare Aufgabenteilung erleichtert es uns, im One-Team-Modus schnell abgestimmte Ergebnisse zu erzielen. Seit Beginn der IPA-Phase zeigt sich, wie sehr dieses Rollenverständnis und das One-Team-Prinzip greifen. Wir arbeiten an drei Tagen pro Woche im gemeinsamen Projektraum in Bremerhaven, stimmen Entscheidungen unmittelbar zwischen Architektur, Fachplanung, Ausführung, Stadt und Nutzern ab und lösen Themen dort, wo die Kompetenzen versammelt sind. Das schafft eine sehr direkte, lösungsorientierte Arbeitsatmosphäre. Die geteilte Verantwortung führt dazu, dass alle Beteiligten aktiv zur Qualität des Prozesses beitragen und Entscheidungen deutlich schneller und fundierter getroffen werden können als in klassischen Planungsmodellen.

Übersicht des Allianzteams.blrm
„Diese klare Aufgabenteilung erleichtert es uns, im One Team Modus schnell abgestimmte Ergebnisse zu erzielen.“
Jan Busemeyer
NAX: IPA setzt auf frühzeitige Abstimmung, geteilte Verantwortung und gemeinschaftliche Entscheidungen—Aspekte, die als Garant für termin und kostensichere Planung gelten. Welche konkreten Vorteile erwarten Sie für das NOVO Bremerhaven, insbesondere im Hinblick auf Kostenstabilität, interdisziplinäre Innovationsschübe und eine konstruktive Teamkultur?
Busemeyer: Für ein Projekt mit der Komplexität von dem NOVO Bremerhaven ist es entscheidend, unterschiedliche fachliche Perspektiven frühzeitig zusammenzuführen. Das gelingt im IPA-Modell sehr gut, weil wir funktionale, räumliche und technische Fragestellungen schon in frühen Phasen gemeinsam betrachten. Dadurch entsteht ein Planungsprozess, der Innovation systematisch ermöglicht – etwa dort, wo Nutzungen neue Schnittstellen bilden oder synergetische Flächenkonzepte gefragt sind.
Ein weiterer Vorteil liegt in der gemeinsamen Bewertung von Risiken. Die Allianz betrachtet Risiken nicht sequenziell oder disziplinbezogen, sondern als Team. Dieses transparente Vorgehen erleichtert es, Zielkonflikte früh zu erkennen und Maßnahmen gemeinsam zu priorisieren. Gerade bei einem Projekt, das Bibliothek, Jugendherberge und öffentliche Lern- und Laborbereiche miteinander verbindet, führt dieser Ansatz zu deutlich stabileren Entscheidungen. Darüber hinaus wirkt sich das IPA-Modell positiv auf die Teamkultur aus. Durch das One-Team-Prinzip entsteht eine Arbeitsumgebung, die stark von gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Verantwortung geprägt ist. Aufgaben werden nicht über Schnittstellen hinweg weitergereicht, sondern im Team gelöst. Diese Haltung führt zu einer konstruktiven, motivierenden Atmosphäre, in der offene Kommunikation selbstverständlich ist und die Qualität des Austauschs spürbar steigt. Wir erleben im Alltag, dass dieses Miteinander die Entscheidungsprozesse beschleunigt und die Planungsqualität verbessert.

Onboarding des Allianzteams. blrm
„Dadurch entsteht ein Planungsprozess, der Innovation systematisch ermöglicht.“
Jan Busemeyer
NAX: Während Australien und andere Länder IPA seit Jahren in öffentlichen Bauvorhaben anwenden, hat die deutsche Branche lange gezögert. Welche strukturellen und kulturellen Faktoren haben diese Zurückhaltung begünstigt? Und warum gibt es Ihrer Meinung nach nun —nicht zuletzt nach Bremerhavens „Allianz 3 Schulen“—eine zunehmende Offenheit gegenüber dem Modell?
Busemeyer: Die Zurückhaltung gegenüber IPA in Deutschland hat stark mit bestehenden Strukturen zu tun. Das Vergaberecht ist auf getrennte Verantwortlichkeiten, Wettbewerb und eine klare Risikoallokation ausgelegt. Haftungs- und Versicherungsstrukturen folgen demselben Prinzip: Jede Partei sichert sich ab, Fehler werden zugeordnet – nicht geteilt. Dieses Modell steht im deutlichen Widerspruch zur Logik eines Mehrparteienvertrags, in dem Risiken, Entscheidungen und wirtschaftliche Ergebnisse gemeinsam getragen werden.
Auch die traditionellen Hierarchien im deutschen Bauwesen spielen eine Rolle. Die Rollen von Auftraggeber, Planern und Ausführenden sind klar getrennt, oft mit asymmetrischen Verantwortlichkeiten und Entscheidungswegen. IPA hingegen verlangt echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe, transparente Entscheidungsprozesse und gemeinsame Zielverantwortung – ein kultureller Schritt, der erst gelernt werden musste.
Dass sich dies nun verändert, liegt am steigenden Problemdruck: Kosten-, Termin- und Komplexitätsrisiken lassen sich mit klassischen Modellen immer schwerer beherrschen. Gleichzeitig schaffen BIM und Lean-basierte Arbeitsmethoden ein neues Maß an Transparenz, das die Sorge vor Kontroll- und Haftungsverlust reduziert. Entscheidenden Schub liefern erfolgreiche Pilotprojekte wie die Allianz 3 Schulen für Bremerhaven, die gezeigt haben, dass IPA auch im deutschen Rechts- und Hierarchiesystem funktioniert – und dabei Kosten- und Terminsicherheit erhöht.
All das führt dazu, dass öffentliche Auftraggeber heute offener sind für kooperative Modelle. IPA wird zunehmend nicht als Risiko, sondern als strukturelle Antwort auf die Schwächen des klassischen Bausystems verstanden.

Workshop zur Gesamt_Prozess-Analyse (GPA) in der Colocation.blrm
„IPA wird zunehmend nicht als Risiko, sondern als strukturelle Antwort auf die Schwächen des klassischen Bausystems verstanden.“
Jan Busemeyer
NAX: Bremerhaven überträgt Erfahrungen aus seinem ersten IPA-Projekt nun auf ein deutlich komplexeres städtisches Vorhaben. Welche Erkenntnisse aus der „Allianz 3 Schulen“ sind für das NOVO Bremerhaven besonders wertvoll—etwa in Bezug auf Transparenz, Entscheidungsprozesse oder Kommunikationskultur? Und wie prägen diese Vorgaben die Erwartungen an das aktuelle Team?
Busemeyer: Auch wenn wir als Büro nicht an der „Allianz 3 Schulen“ beteiligt waren, profitieren wir bei dem NOVO Bremerhaven unmittelbar davon, dass mehrere Allianzpartner bereits im Drei-Schulen-Projekt mit der IPA-Struktur gearbeitet haben. Dieses Erfahrungswissen fließt nun direkt in die Zusammenarbeit ein. Für uns bedeutet das, dass bewährte Routinen – etwa zur Abstimmungsstruktur, zur Sitzungsorganisation oder zur Entscheidungslogik – von Beginn an verfügbar sind und nicht erst neu entwickelt werden müssen.
Die Kolleginnen und Kollegen, die bereits Erfahrung aus dem Pilotprojekt mitbringen, geben ihre Erkenntnisse sehr offen in das neue Team weiter. Das erleichtert die Einführung in das OneTeamPrinzip deutlich und führt dazu, dass wir schneller zu den inhaltlich relevanten Entwurfs- und Planungsfragen kommen. Die Transparenz und Klarheit, die in der Schulallianz erarbeitet wurde, wirkt also als eine Art Startvorteil für das Projekt NOVO Bremerhaven.
Darüber hinaus greift Bremerhaven bewusst auf Strukturen zurück, die sich im Schulprojekt bewährt haben – zum Beispiel feste Kommunikationsformate, definierte Entscheidungswege und eine konsequente, offene Dokumentation. Diese Vorgaben geben dem NOVO Bremerhaven Team einen klaren Rahmen, innerhalb dessen wir arbeiten. Das schafft Verlässlichkeit und eine gemeinsame Erwartungshaltung darüber, wie der Prozess gestaltet sein soll.
Insgesamt entsteht so ein Arbeitsumfeld, in dem neue und erfahrene Allianzpartner eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Die in der „Allianz 3 Schulen“ entwickelten Grundlagen helfen uns dabei, die Komplexität von dem NOVO Bremerhaven zielgerichtet zu bearbeiten und die Abstimmungen mit Stadt, Nutzern und Fachplanungen strukturiert und effizient zu gestalten.
„Insgesamt entsteht so ein Arbeitsumfeld, in dem neue und erfahrene Allianzpartner eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.“
Jan Busemeyer
NAX: Als eines von drei Architekturbüros arbeiten Sie im engen Verbund mit Ingenieuren, Ausführenden und städtischen Auftraggebern. Wie wird diese integrierte Arbeitsweise Ihre Entwurfsprozesse prägen? Welche Auswirkungen erwarten Sie auf BIM‑basierte Planung, Lean‑Workflows und die Fähigkeit, Entscheidungen im Projektalltag schneller und robuster zu treffen?
Busemeyer: Die integrierte Arbeitsweise der Allianz führt dazu, dass wir zentrale Entwurfs- und Planungsfragen frühzeitig gemeinsam mit den beteiligten Fachdisziplinen bearbeiten. Die parallele Abstimmung mit Tragwerks- und TGATGA Technische Gebäudeausrüstung-Planung, Ausführung und Auftraggebern erhöht die planerische Präzision und sorgt dafür, dass funktionale und technische Anforderungen von Beginn an berücksichtigt werden.
Mit dem gemeinsamen BIM-Modell verfügen wir über eine verbindliche Datengrundlage, die Flächen, Raumzusammenhänge und Schnittstellen transparent abbildet. Das erleichtert insbesondere bei einem hybriden Projekt wie dem NOVO Bremerhaven die Koordination zwischen den Bereichen Bibliothek, Jugendherberge und öffentlich zugänglichen Räumen und reduziert nachträgliche Überarbeitungen.
„Die Moderation dieser Prozesse ist zentral, um trotz der Vielzahl an Perspektiven die notwendigen fokussierten Entwurfsphasen sicherzustellen.“
Jan Busemeyer
Die LEAN-basierten Arbeitsroutinen strukturieren den Prozess zusätzlich: kurze, regelmäßige Abstimmungen und klar definierte Abläufe unterstützen eine schrittweise Verdichtung der Planung und stellen sicher, dass Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden.
Gleichzeitig ist die breite Beteiligung der Allianzpartner in frühen Entwurfsphasen eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Moderation dieser Prozesse ist zentral, um trotz der Vielzahl an Perspektiven die notwendigen fokussierten Entwurfsphasen sicherzustellen. Die Balance zwischen kollaborativer Arbeitsweise und konzentriertem architektonischem Arbeiten ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Projektalltags. Sie ermöglicht es, die Vorteile der Allianz nutzbar zu machen und zugleich die gestalterische Klarheit des Projekts weiterzuentwickeln.

Workshop zu „Typology“ von includi in der Colocation.blrm
NAX: Von 2027 bis 2029 soll das NOVO Bremerhaven entstehen—bei gemeinsam definierten Kosten, die bereits in der ersten IPA-Phase festgelegt werden. Glauben Sie, dass IPA langfristig ein Standardmodell für öffentliche Projekte in Deutschland werden kann? Und welche politischen, administrativen oder kulturellen Rahmenbedingungen müssten sich dafür verändern?
Busemeyer: Wir arbeiten jetzt seit rund zwei Monaten im IPA‑Kontext und sammeln damit unsere ersten konkreten Erfahrungen in dieser Struktur. Aus dieser frühen Phase heraus können wir vor allem sagen, dass wir die Potenziale der Arbeitsweise deutlich erkennen: Die Transparenz, die gemeinsame Verantwortung und die intensiven Abstimmungsschritte eröffnen Chancen, Projekte anders und kooperativer aufzusetzen.
Gleichzeitig profitieren wir davon, dass einige unserer Allianzpartner bereits beim Projekt „Allianz 3 Schulen Bremerhaven“ beteiligt waren und ihre praktischen Erfahrungen in den NOVO Bremerhaven Prozess einbringen. Bremerhaven zieht aus diesem Pilotprojekt eine sehr positive Bilanz, und diese Erfahrungshaltung wirkt sich auch auf unsere Arbeit aus. Sie schafft Offenheit, Zuversicht und eine grundsätzlich konstruktive Haltung gegenüber der IPA-Methode.
Ob IPA in Deutschland zum Standardmodell für öffentliche Projekte werden kann, möchten wir zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht abschließend bewerten. Wir sind offen, neugierig und positiv gestimmt, möchten diese Frage aber gern noch einmal aufgreifen, wenn wir am Ende unseres ersten IPA-Projekts selbst Bilanz ziehen können – also in einigen Jahren, wenn das NOVO Bremerhaven die erste Realisierungsphase durchlaufen hat.
NAX: Vielen Dank an Jan Busemeyer für die Teilnahme am Interview und die wertvollen Einblicke in den IPA‑Prozess beim Leuchtturmprojekt NOVO Bremerhaven.