
Vom 7.–10. Mai 2026 fand in Berlin die internationale AIAAIA The American Institute of Architects Continental Europe Conference „The Phoenix: Upheavals and Rebirths“ des American Institute of Architects statt. Die Konferenz brachte Architekt:innen, Stadtplaner:innen und Fachleute aus Europa und den USA zusammen, um die Transformation urbaner Räume und die architektonische Entwicklung Berlins im Spannungsfeld von Geschichte, Wiederaufbau und zeitgenössischer Stadtgestaltung zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Architekturexport (NAXNAX Netzwerk Architekturexport) organisiert und begleitet.
Der Auftakt am 7. Mai im ARCOTEL John F Berlin bot mit Registrierung, einem ersten Get-together sowie einer Führung durch die Pierre-Boulez-Konzerthalle (Frank O. Gehry) einen eindrucksvollen Einstieg in das Programm.
Der zweite Konferenztag widmete sich umfassend der urbanen Entwicklung Berlins. Im Fokus standen Stadtmodelle am Köllnischen Park, die historischen Stadtschichten sowie die Transformation nach der deutschen Wiedervereinigung. Ein besonderes Highlight bildeten die Führungen über die Museumsinsel mit Stationen im Neuen Museum (David Chipperfield / Julian Harrap), Alten Museum (Karl Friedrich Schinkel / Hilmer & Sattler und Albrecht) sowie der James-Simon-Galerie. Der Tag endete mit einem Abendempfang in der DZ Bank / AXICA am Pariser Platz, wo unter anderem die Vizepräsidentin der Bundesarchitektenkammer, Wiebke Ahues, eine Keynote hielt.
Der 9. Mai stand im Zeichen der Internationalen Bauausstellung 1957 im Hansaviertel. Ikonische Beispiele moderner Wohnarchitektur von Walter Gropius, Alvar Aalto, Oscar Niemeyer und Arne Jacobsen wurden ebenso besucht wie die Akademie der Künste von Werner Düttmann. Fachvorträge und Paneldiskussionen bei Laufen Showroom Berlin und im Büro von JSWD ergänzten das Programm. Der Abend klang bei einem Networking-Empfang am Spreeufer im JSWD Office aus.


Am abschließenden Konferenztag führte das Programm nach Kreuzberg, mit Stationen im Jüdischen Museum (Daniel Libeskind), der ehemaligen IBA der 1980er-Jahre sowie aktuellen Transformationsprojekten im Umfeld des ehemaligen Blumengroßmarkts. Den Abschluss bildeten Präsentationen und eine Paneldiskussion im AEDES Architekturforum sowie ein Empfang im nahegelegenen Tchoban Foundation Museum für Architekturzeichnung.
Besonders hervorzuheben war der Sonntag, an dem neben dem fachlichen Programm auch hochrangige Gäste anwesend waren: Dr. Tillman Prinz, Bundesgeschäftsführer der Bundesarchitektenkammer, sowie Illya Azaroff nahmen an den Veranstaltungen teil und unterstrichen die internationale Bedeutung der Konferenz.
Ergänzt wurde das Programm durch optionale Exkursionen nach Potsdam und Dessau, darunter Besuche von Sanssouci, dem Einstein-Turm (Erich Mendelsohn) sowie den Bauhaus-Stätten in Dessau im Rahmen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums.
Besonderer Dank gilt Prof. Olaf Arne Drehsen und Tobias Unterberg von JSWD für ihr Engagement und ihre Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Konferenz.