Bauen im Bestand braucht nicht nur gute Planung, sondern auch gutes Controlling, im In- wie im Ausland
Krekeler Architekten – eines der führenden Büros in Deutschland für denkmalgeschützte und historische Gebäude – schufen nach Projekterfahrungen in Südamerika, Asien, dem Nahen Osten und Europa einen eigenen Fachbereich Auslandsbau. Für das Architekturbüro zählen zu den Erfolgsfaktoren für eine gute internationale Zusammenarbeit auch die Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten im NAXNAX Netzwerk Architekturexport sowie seit 2020 die Nutzung der Software von projo, einem all-in-one Controllinganbieter für Planungsbüros

Björn Fiege und Moritz Krekeler, Krekeler Architekten GeneralplanerMichael Lange
projo: Was reizt euch an Bestands- und Denkmalprojekten?
Moritz Krekeler: Wir verstehen bestehende und denkmalgeschützte Gebäude nicht als Einschränkung, sondern als materiell und kulturell wertvolle Ressource. Daher setzen wir auf Erhalt, Reparatur, behutsame Weiterentwicklung und Umnutzung statt auf Abriss und Neubau. Unser Ziel ist es, historische Bauten so weiterzuentwickeln, dass ihre Identität erhalten bleibt und sie gleichzeitig für die Zukunft nutzbar werden.
Unser wichtigster Rat für internationale Projekte in diesem Kontext ist, diese vor allem als Kommunikations- und Organisationsaufgabe zu verstehen: „Bauen im Ausland braucht heute nicht nur gute Planung, sondern Vertrauen, Erfahrung und digitale Vernetzung sowie ein wenig Mut und Abenteuerlust.”
„Bauen im Ausland braucht heute nicht nur gute Planung, sondern Vertrauen, Erfahrung und digitale Vernetzung sowie ein wenig Mut und Abenteuerlust.”
Moritz Krekeler
projo: Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Digitalisierung?
Moritz Krekeler: Die Digitalisierung eröffnet dabei große Chancen. Durch 3D-Laserscans und BIMBIM Building Information Modeling können wir im Ausland stehende Bestandsgebäude als digitale Zwillinge erfassen und viele Planungsaufgaben effizient von Deutschland aus bearbeiten. Auch cloudbasierte Datenräume und digitale Baustellenmanagementsysteme erleichtern die Zusammenarbeit und Qualitätssicherung.
projo: Was findet ihr herausfordernd oder auch überraschend bei Projekten im Ausland?
Moritz Krekeler: In unseren Projekten treffen Erwartungen auf deutsche Baustandards mit lokalen baulichen, rechtlichen, klimatischen und kulturellen Rahmenbedingungen, die wir dann miteinander verbinden. Das führt immer wieder zu überraschenden Momenten: In vielen Ländern werden maschinell verrichtbare Arbeiten aufgrund der günstigen Arbeitskosten manuell erledigt. Fassaden werden etwa monatelang mit kleinen Bürsten gereinigt. Für Staunen sorgen auch Bauordnungen, die wie ein „Best-of“ internationaler Vorschriften wirken – mit Anforderungen, die deutsche Bauregeln teils deutlich übertreffen.
projo: Was ist das A & O einer erfolgreichen Zusammenarbeit?
Moritz Krekeler: Entscheidend für die erfolgreiche Zusammenarbeit ist eine enge Abstimmung aller Beteiligten. Gerade bei internationalen Projekten sind viele Nachunternehmer beteiligt, deren Leistungen und Abrechnungen in das Controlling integriert werden müssen. Daraus ergibt sich ein wachsender Anspruch an Transparenz und ein belastbares Controlling.
„Ortsunabhängige Verfügbarkeit von verlässlichen Daten ist ein entscheidender Vorteil für international tätige Büros.“
Moritz Krekeler
projo: Welche Vorteile hat der Einsatz der all-in-one Controllingsoftware projo?
Moritz Krekeler: Lange wurden diese Prozesse manuell gesteuert. Für ein international tätiges Büro mit standortübergreifenden Teams und externen Projektbeteiligten ist jedoch eine ortsunabhängige Verfügbarkeit von verlässlichen Daten ein entscheidender Vorteil. 2020 entschied sich das Büro daher für projo. Wirtschaftliche Entwicklungen können nun früher erkannt und Entscheidungen schneller getroffen werden – ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Steuerung des Büros.
Über projo, das all-in-one Controlling für Planungsbüros mit 10 bis 500 Mitarbeitenden
projo ermöglicht erstmals eine schöne, durchdachte, intuitive Projekt-, Ressourcen- und Finanzkontrolle für Planungsbüros. Architekt:innen und Ingenieur:innen werden durch projo befähigt, Geschäftsprozesse intuitiv zu managen. Geschäftsführer:innen wiederum ermöglichen ihren Mitarbeiter:innen ein erfüllteres Arbeitsleben, das sie genießen können.
NAX dankt projo und dem Büro Krekeler herzlich für die Einblicke in diese Case Study.