Albanien entwickelt sich mit hoher Dynamik als Tourismus- und Hoteldestination weiter. So steht beispielsweise die albanische Hauptstadt Tirana für urbane Hotels und Mixed-Use-Projekte, während sich entlang der Adriaküste und der Albanischen Riviera insbesondere Resort- und Ferienkonzepte entwickeln.

HQ Deloitte – Panoramablick auf die Lobby mit Revo.Prime-DrehtürenGEZE
Für Architekten entsteht damit ein spannendes Planungsfeld. Denn mit neuen Stadthotels, Resorts und Premiumprojekten steigen nicht nur die gestalterischen Ambitionen: Gefragt sind Gebäude, die Architektur, Gästeerlebnis, Barrierefreiheit, Sicherheit und einen effizienten Betrieb von Anfang an zusammendenken.
Dabei rückt insbesondere die Frage in den Fokus, wie sich repräsentatives Design, hohe Besucherfrequenzen, technische Anforderungen und ein effizienter Hotelbetrieb miteinander verbinden lassen. Fünf Planungstrends zeigen, welche Rolle Tür-, Fenster- und Automationslösungen dabei spielen können.
Trend 1: Der Eingang wird zum architektonischen Statement
Im gehobenen Hotelsegment beginnt das Gästeerlebnis bereits vor der Lobby. Eingangssituationen übernehmen deshalb zunehmend eine doppelte Rolle: Sie müssen hohe funktionale Anforderungen erfüllen und gleichzeitig die architektonische Identität eines Hauses vermitteln.
Großzügige Glasflächen, hohe Türflügel, reduzierte Profile und möglichst dezent integrierte Technik prägen daher zunehmend die Gestaltung repräsentativer Hoteleingänge.
Zwei Türtypen bieten Architekten hier besondere Gestaltungsmöglichkeiten und können den Übergang von außen nach innen bewusst inszenieren:
- Pivot-Türen für einen monumentalen, minimalistischen Auftritt
- Karusselltüren für repräsentative Eingangsbereiche, bei denen Design und klimatische Trennung zusammenspielen
Entscheidend ist jedoch nicht allein die Optik: Personenfluss, Nutzergruppen, Gepäck, Lieferverkehr, Barrierefreiheit sowie Anforderungen an Fluchtwege und Sicherheit beeinflussen die Wahl des geeigneten Türsystems.
Türabmessungen, Bewegungsflächen und die Integration der Antriebstechnik sollten früh in der Planungsphase berücksichtigt werden. Denn gerade bei großformatigen oder automatisierten Eingangslösungen können diese Faktoren erheblichen Einfluss auf den gestalterischen Entwurf des Eingangsbereichs haben.
Deshalb empfiehlt es sich, passende Eingangslösungen möglichst bereits in der Entwurfsplanung zu berücksichtigen und mit Experten zu besprechen.
Trend 2: Pivot-Türen prägen exklusive Hospitality-Architektur
Pivot-Türen eröffnen Architekten insbesondere bei Villen, Resorts und Premiumhotels große gestalterische Freiheiten. Die versetzt im Türblatt liegende Drehachse ermöglicht andere Proportionen als konventionelle Drehtüren und bietet damit mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung großformatiger Eingänge. Türflächen können so gezielt als architektonisches Element in die Fassadengestaltung einbezogen werden.

Pivot-Türen sorgen für eindrucksvolle Eingangsbereiche in außergewöhnlicher Wohn- und Hospitality-Architektur. GEZE
Mehr Gestaltungsfreiheit mit dem GEZE Axira Pivot-Türantrieb
Mit dem automatischen Pivot-Türantrieb Axira lassen sich einflügelige Türen mit Türflügelbreiten von 1.000 bis 2.400 Millimetern und einem Gewicht von bis zu 450 Kilogramm automatisieren. Der Antrieb ist zudem EN-16005-konform. Damit lässt sich das gestalterisch besondere Türprinzip mit den hohen Anforderungen an eine automatisierte Türanlage verbinden.
Gerade bei großformatigen Eingängen kann die Automatisierung dazu beitragen, Design, Bedienkomfort und Zugänglichkeit gemeinsam zu planen.
Trend 3: Komfort und Energieeffizienz werden gemeinsam geplant
Großzügige Hoteleingänge verbinden repräsentative Architektur mit hohen funktionalen Anforderungen. Neben einem komfortablen Personenfluss spielt insbesondere bei stark frequentierten Gebäuden die klimatische Trennung zwischen innen und außen eine wichtige Rolle, um auch die Energieeffizienz des Gebäudes zu berücksichtigen.
Karusselltüren können hier eine geeignete Lösung sein: Sie reduzieren direkten Luftaustausch und Zugluft und lassen sich in repräsentative Eingangskonzepte integrieren. Entscheidend für die Planung sind dabei Personenfrequenz, Fluchtwegkonzept, Barrierefreiheit, Bewegungsflächen und die konkrete Gebäudenutzung.

Revo.PRIME Karusselltüren verbinden repräsentative Architektur mit hohen funktionalen Anforderungen. GEZE GmbH
Maximales Design bei minimaler Kranzhöhe: Revo.PRIME Karusselltür
Für designorientierte Hotelkonzepte wurde das Revo.PRIME Karusselltürsystem mit einer Kranzhöhe von 75 Millimetern und Profilsystemen ab 60 Millimetern entwickelt. Der Antrieb tritt dadurch optisch gegenüber Glasflächen und Fassadengestaltung zurück.
Trend 4: Türen werden Teil der digitalen Gebäudeinfrastruktur
Mit der Größe eines Hotels wächst auch die Zahl technischer Systeme. Türen und Fenster, Zutrittskontrolle, Fluchtwegsicherung, Lüftung, Klima- und weitere gebäudetechnische Systeme müssen im laufenden Betrieb effizient aufeinander abgestimmt werden.
Deshalb gewinnt die Vernetzung der einzelnen Systeme bereits in der Planung an Bedeutung.
Für Planer bedeutet das: Schnittstellen zwischen Türplanung, Elektroplanung, Sicherheitstechnik und Gebäudeautomation sollten möglichst früh definiert werden. Je später diese Gewerke zusammengeführt werden, desto größer ist das Risiko zusätzlicher Schnittstellen, Nachplanungen oder funktionaler Einschränkungen.
Automatisierte Türen oder Fenster können über myGEZE Control in übergeordnete Gebäudemanagementsysteme eingebunden werden. Offene Schnittstellen und Standards wie BACnet, KNX oder OPC UA unterstützen dabei die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Systemen.
Zudem können Betriebszustände von Türen und Fenstern über myGEZE Visu zentral sichtbar und steuerbar gemacht werden. Das erleichtert es Betreibern, Anlagenzustände zu überwachen, aus der Ferne einzugreifen und Serviceeinsätze gezielter zu organisieren.
Damit wird die Tür bereits in der Planungsphase zu einem Bestandteil der digitalen Gebäudeinfrastruktur – und nicht erst nachträglich zu einem einzelnen technischen Bauteil.
Trend 5: Hospitality wird als ganzheitlicher Prozess geplant
Hospitality-Architektur wird aus Sicht des Gastes wahrgenommen – funktionieren muss sie aber ebenso für das Personal. Servierwagen, Housekeeping, Lieferanten und Gepäcktransporte erzeugen andere Bewegungsmuster als der klassische Gästeverkehr.
Für Architekten bedeutet das, die Guest Journey und die betrieblichen Abläufe parallel zu betrachten. Repräsentative Gästewege, Servicewege und sicherheitsrelevante Bereiche müssen funktionieren, ohne sich gegenseitig unnötig zu beeinträchtigen.
Automatische Türsysteme können hier Wege erleichtern, während abgestimmte Zutrittslösungen dabei helfen, öffentliche Bereiche von Personal- und Betriebszonen zu unterscheiden. Auch die leise Schließung von Zimmertüren, barrierefreie Wege, Brandschutz und Fluchtwegsicherung beeinflussen die Qualität eines Hotelkonzepts.
Gerade für größere albanische Neubauprojekte bietet sich deshalb eine ganzheitliche Betrachtung an: vom repräsentativen Haupteingang über Gästezimmer und Konferenzbereiche bis zu Küche, Spa, Back-of-House und Fluchtwegen.
Wichtig für Hotelprojekte: Durchdachte Türplanung von Anfang an
Die aktuellen Hotelentwicklungen in Albanien zeigen, wie eng Architektur und technische Gebäudeplanung im Hospitality-Segment zusammenspielen. Je höher die Anforderungen an Design, Komfort und Automatisierung werden, desto wichtiger wird die frühzeitige Koordination der beteiligten Gewerke.
Gerade Türsysteme berühren zahlreiche Planungsdisziplinen gleichzeitig: Architektur und Fassadengestaltung ebenso wie Brandschutz, Fluchtwege, Barrierefreiheit, Sicherheitstechnik, Elektroplanung und Gebäudeautomation. Werden diese Anforderungen frühzeitig zusammengeführt, lassen sich technische Konflikte und nachträgliche Anpassungen reduzieren
Welche Lösung geeignet und zulässig ist, muss dabei immer anhand des konkreten Projekts und der jeweils geltenden lokalen Anforderungen geprüft werden.
Die GEZE Experten für Tür-, Fenster- und Gebäudeautomationssysteme unterstützen Architekten und Planer bei der Türfachplanung und Vor-Ort-Abstimmung zwischen den Gewerken von der Entwurfs- über die Ausführungsphase bis hin zu Übergabe und Betrieb.