Großbritannien und Nordirland

Großbritannien und Nordirland

Allgemeines

Großbritannien (offiziell: Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) ist eine parlamentarisch-konstitutionelle Monarchie und eine Union von England, Wales, Schottland und Nordirland. Des Weiteren sind die Isle of Man, die weitestgehend selbstständigen Kanalinseln und 14 Überseegebiete zugehörig. Über das Commonwealth und das monarchische Staatsoberhaupt sind weitere 15 Staaten mit Großbritannien verbunden. Auf Grund der historisch gewachsenen Strukturen des Vereinigten Königreichs sind teils sehr autonome Organisations- und Rechtsstrukturen zu finden. Die über 60 Mio. Einwohner wohnen zu über 80 % in England.

Abbildung 1:
FIEC: Construction Activity in Europe 2012

Berufsausübung

Schutz der Berufsausübung und reglementierende Institutionen

Die gesetzliche Grundlage für den Beruf des Architekten ist in Großbritannien der Architects Act aus dem Jahr 1997.[1] Dort ist festgeschrieben, dass der Titel „architect“ und die Berufsausübung mit diesem Titel, in Großbritannien gesetzlich geschützt ist. Dies ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Recht, generell Architekturleistungen zu erbringen, da es keine exklusiven Tätigkeiten nur für eingetragene Architekten gibt.[2]

Registrierungs- und Kontrollstelle ist das Architects Registration Board (arb) – s. Kapitel Mitgliedschaft in einer Kammer.[3]

 

Schutz der Berufsbezeichnung

Der Titel „architect“ ist durch den Architects Act von 1997 geschützt, dort heißt es:

A person shall not practise or carry business under any name , style or title containing the word „architect“ unless he is a person registered under this act.“ [4]

Die Registrierung erfolgt, wie schon beschrieben, beim Architects Registration Board. Die Organisation und die Aufgaben des Architects Registration Board sind im Architects Act festgelegt.[5]

Ebenso ist die Führung des Titels durch Partnerschaften, Limited oder andere Gesellschaftsformen reglementiert. Dies muss ebenfalls vom ARBARB Architects’ Registration Board genehmigt werden. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Partner der Gesellschaft Architekt ist.

 

Mitgliedschaft in Kammer notwendig? (Architekten-/ Ingenieurkammer)

Die durch den Architects Act 1997[6] legitimierte Instanz zur Reglementierung des Architektentitels ist das Architects Registration Board (ARB), welches unter folgendem Link zu finden ist: http://www.arb.org.uk/

 

Das ARB hat folgende Schlüsselaufgaben:[7]

    • Definition der Qualifikation, um den Titel Architekt führen zu dürfen
    • Das UKVK Vereinigtes Königreich Register of Architects unterhalten
    • Definition der Standards in der Berufsausbildung und –ausübung
    • Beschwerdestelle für Fehlverhalten bzw. Kompetenzprobleme von Architekten
    • Sicherstellung, dass niemand ohne Eintragung den Titel „Architekt“ trägt
    • Veröffentlichung eines Verhaltenskodex (Code of conduct)
    • Erteilen von Genehmigungen, wenn Firmen den Namen „Architekt“ führen möchten
    • Erheben von Gebühren

 

Der Code of Conduct (online unter http://www.arb.org.uk/architects-code verfügbar) enthält im Kern 12 Standards, die ein Architekt zu erfüllen hat:[8]

Standard 1 – Be honest and act with integrity

Standard 2 – Be competent

Standard 3 – Promote your services honestly and responsibly

Standard 4 – Manage your business competently

Standard 5 – Consider the wider impact of your work

Standard 6 – Carry out your work faithfully and conscientiously

Standard 7 – Be trustworthy and look after your clients’ money properly

Standard 8 – Have appropriate insurance arrangements

Standard 9 – Maintain the reputation of architects

Standard 10 – Deal with disputes or complaints appropriately

Standard 11 – Co-operate with regulatory requirements and investigations

Standard 12 – Have respect for others

 

Berufsverbände

Neben der gesetzlichen Registrierung im ARB gibt es sehr starke Berufsverbände für Architekten im Vereinigten Königreich. Die Wesentlichen sind:

    • Royal Institute of British Architects (RIBARIBA Royal Institute of British Architects)
    • The Royal Society of Architects in Wales (RSAW)
    • Royal Society of Ulster Architects (RSUA)
    • The Royal Incorporation of Architects in Scotland (RIAS)

 

Royal Institute of British Architects (RIBA)

Der wichtigste und mitgliederstärkste Verband für Architekten ist das Royal Institute of British Architects (RIBA) mit seinen regionalen Ablegern. Das Royal Institute of British Architects (RIBA) ist ein privater Berufsverband, der 1834 gegründet wurde und seit 1837 die königliche Satzung hat. Das allgemeine Ziel des RIBA ist die „Förderung der Architektur“.[9] Er ist unter folgendem Link zu finden: http://www.architecture.com

 

Das RIBA finanziert sich durch Mitgliederbeiträge und Einnahmen durch kostenpflichtige Angebote und die Gewinne des eigenen Unternehmens RIBA Enterprises. Im Jahr 2012 zählte das RIBA 28 500 „ voll qualifizierte“ Mitglieder. Das RIBA bietet auch eine studentische Mitgliedschaft und eine Mitgliedschaft für Absolventen, die sich auf ihr Berufsexamen vorbereiten. Angehörige naher Berufsfelder können als „affiliates“ Mitglieder (assoziierte Mitglieder) werden.[10]

Als voll-qualifiziertes Mitglied der RIBA darf der Titel „Chartered Architect“ getragen werden, als auch der Zusatz RIBA nach dem Namen.[11]

 

Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die verschiedenen Mitgliedsarten den RIBA. Zu den Mitgliedsarten werden die Bedingungen aufgeführt, die erfüllt sein müssen. Zu beachten ist, dass jeweils eine, der unter den Mitgliedsarten genannten Voraussetzungen, erfüllt sein muss.

RIBA Membership

UK Chartered Members

  • been awarded RIBA validated exams Parts 1, 2 and 3
  • been awarded a qualification that is recognised under the European Directive 2005/36/ EC, plus over five years of post-graduate professional practice.

International Chartered Members

  • been awarded RIBA recognised Parts 1, 2 and 3
  • been awarded RIBA recognised Parts 1 and 2, and have 2 year’s post qualification experience
  • been awarded a qualification that is recognised under the European Directive 2005/36/ EC, plus over five year’s professional practice
  • you are a full architect member of one of 12 professional institutes approved by the RIBA Council (see website for the full list)
  • undertaken the RIBA’s personal assessment and five years of post-graduate experience.

RIBA Associate Membership

  • been awarded RIBA recognised Parts 1 and 2 examinations in architecture (or an examination approved by RIBA Council as providing exemption)
  • been awarded an architectural qualification consisting of a minimum of five years of academic study which is listed in the European Union Directive 2005/36/EC

RIBA Student Membership

  • be studying RIBA Parts 1 or 2 (including year out) at an RIBA validated school of architecture anywhere in the world
  • be studying a relevant CAA course, anywhere in the world.

RIBA Affiliate Membership

  • been awarded an RIBA recognised Part 1 qualification
  • be a full member of a professional institute on the Construction Industry Council list
  • be a lecturer (or similar) at an architectural school
  • have a professional interest in architecture and/or construction and have an RIBA Chartered Member as a referee.

Abbildung 2:
RIBA Membership
Eigene Darstellung nach Royal Institute of British Architects (RIBA): Joining the RIBA. Membership. RIBA Membership Broschure 2012. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/MembershipAndMarketing/General/RIBAMembershipBrochure2012.pdf 10.01.2013

Das RIBA verpflichtet seine Mitglieder nach dem RIBA Professional Code of Conduct zu arbeiten und ahndet Verstöße mit Sanktionen, bis zum Ausschluss aus dem Verband.[12] Der Code of Professional Conduct (aktuelle Fassung von 2005) ist unter folgendem Link zu finden:

http://www.architecture.com/TheRIBA/AboutUs/Ourstructure/Constitution/CodeOfConduct.aspx

 

Er besteht aus folgenden 9 Teilen (Guidance notes):

    • GN 1: Integrität, Interessenkonflikte, Korruption (Integrity, conflicts of interests etc.)
    • GN 2: Wettbewerb (Competition)
    • GN 3: Werbung (Advertising)
    • GN 4: Verträge (Appointments)
    • GN 5: Versicherung (Insurance)
    • GN 6: Fortbildung (CPDCPD Continuous Professional Development – Continuing Professional Development)
    • GN 7: Beziehungen / Verpflechtungen (Relationships)
    • GN 8: Beschäftigung / Mitarbeiter (Employment Equal Opportunities 2010)
    • GN 9: Beschwerden / Schiedsverfahren (Complaints Dispute Resolution 2010

 

Weitere Informationen zur Mitgliedschaft sind unter folgenden Links zu finden:

http://www.architecture.com/JoinTheRIBA/Individuals/Individuals.aspx

http://www.architecture.com/JoinTheRIBA/Individuals/RIBAMembershipLifecycle.aspx

 

Chartered membership

http://www.architecture.com/JoinTheRIBA/Individuals/CharteredMembership/WhyJoin.aspx

http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/MembershipAndMarketing/General/RIBAMembershipBrochure2012.pdf

 

Chartered Practice

http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/ClientServices/2011/RIBACharteredPracticeBrochure20112012.pdf

 

Das RIBA umfasst 11 regionale Unterverbände und Schwesterverbände. Informationen hierzu sind unter folgendem Link zu finden.

http://www.architecture.com/RegionsAndInternational/UKNationsAndRegions/UKNationsAndRegions.aspx

http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/Regions/RIBANationsandregionshandbook.pdf

 

The Royal Society of Architects in Wales (RSAW)

Die Royal Society of Architects in Wales (RSAW) ist Teil des RIBA und bildet die regionale Vertretung des RIBA in Wales.[13] Die Organisation hat ihren Hauptsitz in Cardiff und vier regionale Ableger (Design Circle – RSAW South, Mid-Wales Branch, North Wales Society of Architects und West Wales Branch)[14]

Der Internetauftritt ist mit dem RIBA verknüpft und wie folgt zu finden:

http://www.architecture.com/RegionsAndInternational/UKNationsAndRegions/Wales/RSAW.aspx

 

Royal Society of Ulster Architects (RSUA)

Die Royal Society of Ulster Architects (RSUA) ist der Verband Nordirlands mit ca. 900 Mitgliedern. Er wurde 1901 gegründet und ist seit 1925 mit dem RIBA alliiert. Die Organisation hat ihren Sitz in Belfast und ist unter folgendem Link zu finden: http://www.rsua.org.uk/

 

Nähere Informationen zur Mitgliedschaft sind unter folgendem Link zu erhalten:

http://www.rsua.org.uk/architects.aspx

 

The Royal Incorporation of Architects in Scotland (RIAS)

Der Berufsverband für Architekten in Schottland ist die „Royal Incorporation of Architects in Scotland (RIAS)“. RIAS wurde 1916 gegründet und bietet Leistungen für Architekten, Studenten und die Bauindustrie.[15] Der Verband setzt sich aus 6 regionalen Verbänden, in Aberdeen, Dundee, Edinburgh, Glasgow, Inverness und Stirling zusammen.[16] Der Internetauftritt ist unter folgendem Link zu finden: http://www.rias.org.uk/

 

Informationen zur Mitgliedschaft sind unter folgendem Link zu erhalten:

http://www.rias.org.uk/members/become-a-member/

 

Der RIAS arbeitet eng mit der Schwesterorganisation RIBA zusammen, ist aber ebenso selbstständig wie RSUA.[17]

 

Association of Consulting Architects

Neben den oben benannten Verbänden sind weitere berufsspezifische Vereinigungen zu finden. Zu nennen ist unter anderem die Association of Consulting Architects (ACA) mit Hauptsitz in London, welche Vertragsmuster herausgibt (s. Kapitel Vertragsvorlagen). [18]

 

 

Verfahren zur Berufsanerkennung

 

Architektenausbildung und Berufsanerkennung in Großbritannien für lokale Architekten

Die Architektenausbildung ist in Großbritannien in vier Bereiche gegliedert. Erstens das grundständige Studium, zweitens das weiterführende Studium (insgesamt 5 Jahre Studium), drittens die Praxisphase (2 Jahre) und viertens die abschließende Prüfung (Professional Practice Examination). Diese vier Bereiche werden in drei Prüfungsphasen unterteilt. Das Absolvieren aller Teile ist Voraussetzung für die Registrierung beim Architects Regristration Board. Die Ausbildung dauert daher mindestens sieben Jahre.[19]

 

Der typische Verlauf ist daher: [20]

    • Part 1: 3 Jahre Bachelor
    • Part 2: 1 Jahr Praxis+2 Jahre weiterführendes Studium
    • Part 3: 1 Jahr Praxis+ Professional Practice Examination

 

Das Student Handbook des ARB enthält hierzu gute Übersichten und ist unter folgendem Link zu erhalten:

http://www.arb.org.uk/qualifications/information_for_students/student_handbook/ARB%20Student%20Handbook.pdf

 

Eine Übersicht über die Architekturhochschulen in Großbritannien und deren Abschlüsse (Part 1-3) bietet folgende interaktive Karte:

http://www.arb.org.uk/qualifications/schools_and_institutions_of_architecture/default.php

 

Für die Praxisphase werden vom ARB spezifische Anforderungen gestellt. Siehe hierzu:

http://www.arb.org.uk/publications/guidance/practical_training_experience.php

http://www.arb.org.uk/registration/before_registration/guidance_on_the_application_of_rule_13b.php

 

 

Abbildung 3: (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
ACEACE Architects’ Council of Europe Conseil des Architectes d’Europe: Diagram of the architects’ professional curricula in the different countries of the EUEU Europäische Union

Die Mitgliedschaft und deren Stufen des Royal Institute of British Architects (RIBA) sind mit den Part 1-3 synchronisiert, sodass man mit Part 1 den Status RIBA Student Membership, mit Part 2 den Status RIBA Associate Membership und mit Part 3 die Vollmitgliedschaft als RIBA Chartered Member erreichen kann.

 

Näheres zur Mitgliedschaft und Ausbildung gemäß RIBA unter folgenden Links:

http://www.architecture.com/EducationAndCareers/Home.aspx

http://www.architecture.com/EducationAndCareers/BecomingAnArchitect/Becominganarchitect.aspx

 

Gesetzgrundlage zur Anerkennung deutscher Diplome/Bachelor/Master

Als Mitgliedstaat der Europäischen Union unterliegt Großbritannien der Berufsanerkennungsrichtlinie Richtlinie 2005/36/EG, worunter auch die Anerkennung von Architekten fällt.

 

Allgemeine Informationen zu den relevanten EU-Richtlinien

 

In Großbritannien wurde die Richtlinie in den Architects (Recognition of European Qualifications etc and Saving and Transitional Provision) Regulations 2008 [21] umgesetzt. Eine Mitgliedschaft im ARB ist dadurch obligatorisch.

 

Verfahren zur Berufsanerkennung von deutschen Architekten

Es gibt 2 verschiedene Möglichkeiten, sich als ausländischer Architekt im ARB eintragen zu lassen. Für eine dauerhafte Eintragung bzw. Niederlassung können deutsche Architekten die Registrierung online auf der Website des Architects Regristration Board unter folgendem Link beantragen: http://arb.org.uk/how-to-register

 

Folgende Dokumente sind für die Registrierung im ARB-Register notwendig:[22]

    • Onlineformular oder das Formular “Entry to the Register. European Qualifications.
    • Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses
    • Geschäftsadresse
    • Nachweis über die Ausbildung: Hochschule, Datum des Hochschulabschlusses, Vollständiger Titel, Nachweise ( Zeugnisse, Zertifikate, etc.)
    • Bescheinigung der jeweiligen Landesarchitektenkammer bezüglich der EU-Dienstleistungsrichtlinie über die Berechtigung den Titel Architekt in Deutschland tragen zu dürfen, nicht älter als 12 Monate
    • Übersetzungen: alle wichtigen Dokumente müssen in englischer Sprache vorliegen, oder entsprechend als beglaubigte Übersetzung vorliegen
    • Beitragszahlung online per Kreditkarte

 

Das Architects Registration Board führt zudem eine gesonderte Liste für Architekten aus dem EU-Ausland, welche nur für einen begrenzten Zeitraum in Großbritannien arbeiten, das „Temporary Register, Register Part 2“. Die Registrierung im Register Part 2 erlaubt die Führung des Titels in Großbritannien, der durch die entsprechende Institution im Heimatland verliehen wurde. [23] Für deutsche Architekten ist die zuständige Organisation die Architektenkammer des jeweiligen Bundeslandes.

 

Notwendige Dokumente für die Registrierung im Register Part 2 sind:[24]

    • Nachweis der Staatsbürgerschaft eines EEA-Mitgliedstaates
    • Nachweis über die rechtmäßige Niederlassung in einem EEA-Mitgliedsstaat
    • Nachweis der beruflichen Qualifikationen
    • Nachweis über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem EEA Mitgliedstaat
    • Das ausgefüllte Formular zur Beantragung der Registrierung: Form TPS 2010. Declaration for listing in Part 2 of the Register of Architects[25]

 

Deutsche Architekten können ebenfalls dem Royal Institute of British Architects (RIBA) beitreten. Hierzu ist eine vom RIBA anerkannte UK Part 3-Prüfung notwendig, andernfalls kann nach 5 Jahren qualifiziertem Praxisnachweis die Mitgliedschaft als RIBA Chartered Member beantragt werden. Solange ist die RIBA Associate Membership möglich.[26]

 

Mitglieder des Bundes Deutscher Architekten (BDA) können als Gruppenberechtigung direkt Mitglied im RIBA werden.[27]

 

Kosten

Die Registrierung beim Architects Registration Board (ARB) kostet einen jährlichen Beitrag. Eine Übersicht über die aktuellen Kosten für die Registrierung beim Architects Registration Board kann auf der Website des ARB eingesehen werden. Die Kosten für die Registrierung nach der EU-Dienstleistungsrichtlinie werden gesondert aufgeführt und betragen für das Jahr 2013 133,50 Pfund bei einer Registrierung zu Beginn des Jahres.[28]

 

Fortbildungssystem

Das Architects Registration Board verweist hinsichtlich Fortbildungen auf das CPD-System des Royal Institute of British Architects (RIBA).[29]

 

Das RIBA- Fortbildungssystem CPD (Continous professional development) umfasst folgende Bedingungen:[30]

    • Mindestens 35 Stunden Fortbildung im Jahr
      • Davon mindestens 20 Stunden aus dem Kanon der vom RIBA definierten 10 Hauptfelder (RIBA CPD Core Curriculum syllabus)
      • Die restlichen 15 Stunden können aus relevanten Gebieten nach eigenem Interesse gewählt werden.
    • Für jede Weiterbildungsmaßnahme soll jeder Architekt sich selber Lernpunkte vergeben. Dieser Prozess dient der Selbstreflektion.
    • Mindestens die Hälfte der Stunden sollte, wenn möglich, im Rahmen von strukturierten Fortbildungsmaßnamen absolviert werden
    • Dokumentation der eigenen Fortbildung online: CPD recording manager
    • Die eigene Weiterbildung sollte möglichst gut geplant werden

 

Das Weiterbildungssystem des RIBA funktioniert durch Selbst- Überprüfung und Bewertung.

 

Das RIBA überprüft regelmäßig Stichproben von Mitgliedern daraufhin, ob sie sich nach dem Weiterbildungsrahmen des RIBA richten. Die Mitglieder sind verpflichtet dem RIBA auf Nachfrage ihre Weiterbildungsdokumentation zukommen zu lassen.[31]

 

typische Protektionismen

 

Abbildung 4: (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
Transparency International, Corruption Perceptions Index 2011, http://cpi.transparency.org/cpi2011/results/, 24.07.2012

Zahl der Architekten

In Großbritannien sind ca. 33.000 Architekten eingetragen[32], wovon 87% praktizierend sind. Die Architektendichte liegt statistisch bei 0,54/1000 Einwohner.[33]


 

Abbildung 5: (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
Eigene Darstellung nach: Architects‘ Council of Europe: The Architectural Profession in Europe 2010. West Sussex: Mirza & Nacey Research Ltd. 2010. http://www.ace-cae.eu/public/contents/index/category_id/228/language/en. 19.09.2012

Gehalt


 

Abbildung 6(zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
Eigene Darstellung nach: Architects‘ Council of Europe: The Architectural Profession in Europe 2010. West Sussex: Mirza & Nacey Research Ltd. 2010. http://www.ace-cae.eu/public/contents/index/category_id/228/language/en. 19.09.2012

Weitere Informationen zu Gehältern in Großbritannien finden Sie unter: http://www.feesbureau.co.uk/Earns2012-1.asp (11.01.2013) und  http://www.ribajournal.com/pages/riba_survey_2012_183647.cfm (11.01.2013)

Größen der Architekturbüros (Mitarbeiter, Umsatz)


 

Abbildung 7(zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
Eigene Darstellung nach: Architects‘ Council of Europe: The Architectural Profession in Europe 2010. West Sussex: Mirza & Nacey Research Ltd. 2010. http://www.ace-cae.eu/public/contents/index/category_id/228/language/en. 19.09.2012


[1] Architects Act 1997. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1997/22/pdfs/ukpga_19970022_en.pdf. 10.01.0213

[2] ACE: Access to the Profession. April 2011

[3] Vgl. http://www.arb.org.uk/ 08.01.2013

[4]   Architects Act. Part IV. Use of title architect. 20. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1997/22/pdfs/ukpga_19970022_en.pdf. 19.12.2011

[5] Architects Act. Part IV. Use of title architect. 20. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1997/22/pdfs/ukpga_19970022_en.pdf. 19.12.2011

[6] Architects Act 1997 http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1997/22/pdfs/ukpga_19970022_en.pdf 08.01.2013

[7] Vgl. ARB facts http://www.arb.org.uk/about_us/arb_facts/default.php 08.01.2012

[8] Der Code of Conduct ist online unter folgendem Link verfügbar: http://www.arb.org.uk/code-of-conduct-2010 07.02.13

[9] Royal Institute of British Architects (RIBA). It’s useful to know…. Guidance to help understand the architect’s role in a building project and what happens if things get difficult. 2010. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/Practice/ProfessionalConduct/ProblemsWithProjects/ItsUsefultoKnowOct2011.pdf . 06.12.2011. S. 3

[10] Royal Institute of British Architects (RIBA). It’s useful to know…. Guidance to help understand the architect’s role in a building project and what happens if things get difficult. 2010. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/Practice/ProfessionalConduct/ProblemsWithProjects/ItsUsefultoKnowOct2011.pdf. 06.12.2011. S. 3

[11] Royal Instutute of British Architects (RIBA). It’s useful to know…. Guidance to help understand the architect’s role in a building project and what happens if things get dfificult. 2010. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/Practice/ProfessionalConduct/ProblemsWithProjects/ItsUsefultoKnowOct2011.pdf . 06.12.2011. S. 4

[12] Architects Regristration Board: Entry to Temporary Register. http://www.arb.org.uk/registration/how_to_register/entry_to_temporary_register.php 30.05.2012

[13] RIBA http://www.architecture.com/RegionsAndInternational/UKNationsAndRegions/UKNationsAndRegions.aspx 11.01.2013

[14] http://www.architecture.com/RegionsAndInternational/UKNationsAndRegions/Wales/AboutRSAW/About%20RSAW.aspx 11.01.2013

[15] RIAS http://www.rias.org.uk/rias/about-the-rias/ 10.01.2013 und siehe RIAS Services http://www.rias.org.uk/members/member-benefits/services/ 11.01.2013

[16] RIAS http://www.rias.org.uk/rias/about-the-rias/local-chapters/ 11.01.2013

[17] RIAS http://www.rias.org.uk/members/member-benefits/ 11.01.2013

[18] Association of Consulting Architects http://www.acarchitects.co.uk/who.htm 11.01.2013

[19] Architects Regristration Board: Student Handbook. http://www.arb.org.uk/qualifications/information_for_students/student_handbook/ARB%20Student%20Handbook.pdf . 05.06.2012

[20] Architects Regristration Board: Student Handbook. http://www.arb.org.uk/qualifications/information_for_students/student_handbook/ARB%20Student%20Handbook.pdf . 05.06.2012

[21] Architects (Recognition of European Qualifications etc and Saving and Transitional Provision) Regulations 2008. http://www.legislation.gov.uk/uksi/2008/1331/contents/made 10.01.2013

[22]Architects Regristration Board. EU Qualifications. http://www.arb.org.uk/registration/how_to_register/eu_qualifications.php .04.06.2012

[23] Architects Regristration Board. Entry to Temporary Register. http://www.arb.org.uk/registration/how_to_register/entry_to_temporary_register.php .30.05.2012

 

[24] Architects Regristration Board. Entry to Temporary Register. http://www.arb.org.uk/registration/how_to_register/entry_to_temporary_register.php.30.05.2012

 

[25]Architects Regristration Board. Form TPS 2010. Declaration for listing in Part 2 of the Register of Architects http://www.arb.org.uk/templates/includes/registration/eu_qualifications_docs/Entry%20to%20the%20Temporary%20Register%20Form.pdf . 30.05.2012

 

[26] Vgl. http://www.architecture.com/EducationAndCareers/BecomingAnArchitect/Internationalgraduatesandarchitects.aspx, 07.02.13

 

[27] RIBA http://www.architecture.com/JoinTheRIBA/Individuals/CharteredMembership/GroupEligibility.aspx 10.01.2013

 

[28] Architects Regristration Board. Fees. http://www.arb.org.uk/registration/maintaining_registration/retention_and_other_fees/other_fees.php 07.02.2013

[29] Vgl. http://www.arb.org.uk/-maintaining-competence. 07.02.2013

Architektenvertrag

Allgemeines Vertragsrecht

In England ist das Rechtssystem grundsätzlich unterschiedlich zur kontinentaleuropäischen Rechtsstruktur aufgebaut. Das englische Common Law stützt sich primär nicht auf Gesetze, sondern auf maßgebliche Präzedenzfälle und deren richterliche Urteile. Wenn also der Gesetzgeber in Bereichen kein Recht definiert hat (man spricht von statute law), dann entsteht Recht durch die richterliche Rechtsprechung und deren historischer Entwicklung (als Fallrecht – Case Law – bezeichnet). Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass England und Wales wesentliche Unterschiede zum Rechtssystem Schottlands haben, welches eher eine Mischung aus common law und dem Kontinent angenähertes Zivilrecht (civil law) als Grundlage hat.

 

Hinsichtlich des Vertragsrechts sind die Unterschiede zwischen Kontinentaleuropa und England ebenfalls deutlich. In Deutschland geschlossene Verträge regeln meist nur die projektspezifischen Besonderheiten oder Geschäftsbedingungen, die zwischen AG und AN gelten sollen. Generelle Vertragsbedingungen sind in der Regel recht umfassend und abschließend im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) definiert. Im anglo-amerikanischen Raum wird die Vertragsfreiheit sehr hoch angesetzt, sodass auf Grund der fehlenden allgemeinen Gesetzesgrundlagen in der Regel in den Verträgen ein umfassendes Regelwerk enthalten sein muss, um alle Eventualitäten abzudecken.

 

Unabhängig von diesem Grundsatz gibt es in England eine Entsprechung zum deutschen AGBAGB Allgemeine Geschäftsbedingungen-Recht. Im Gesetz Unfair Contract Terms Act 1977 (UCTA)[1] werden unfaire Vertragsbedingungen, insbesondere im Bereich der Haftungsbeschränkung, verboten. Generell werden die Regelungen jedoch im Common Law sehr streng ausgelegt (strict interpretation) und im Zweifel zu Ungunsten der sie stellenden Vertragspartei ausgelegt (contra proferentem rule).[2]

 

Für Dienstleistungsverträge, wie dem Architektenvertrag, ist generell der Supply of Goods and Services Act 1982 (SGSA) zuständig, der aus folgenden Teilen besteht (Part IA nicht im Detail dargestellt): [3]

 

Part I     Supply of Goods

Contracts for the transfer of property in goods

1. The contracts concerned.

2. Implied terms about title, etc.

3. Implied terms where transfer is by description.

4. Implied terms about quality or fitness.

5. Implied terms where transfer is by sample.

5A. Modification of remedies for breach of statutory condition in non-consumer cases.

Contracts for the hire of goods

6. The contracts concerned.

7. Implied terms about right to transfer possession, etc.

8. Implied terms where hire is by description.

9. Implied terms about quality or fitness.

10. Implied terms where hire is by sample.

10A. Modification of remedies for breach of statutory condition in non-consumer cases.

Exclusion of implied terms, etc.

11. Exclusion of implied terms, etc.

 

Part IA  Supply of Goods as Respects Scotland

Part IB  Additional Right of Transferee in Consumer Cases

11M.Introductory

11N.Repair or replacement of the goods

11P.Reduction of purchase price or rescission of contract

11Q.Relation to other remedies etc.

11R.Powers of the court

11S.Conformity with the contract

 

Part II   Supply of Services

12. The contracts concerned.

13. Implied term about care and skill.

14. Implied term about time for performance.

15. Implied term about consideration.

16. Exclusion of implied terms, etc.

 

Part III  Supplementary

17. Minor and consequential amendments.

18. Interpretation: general.

19. Interpretation: references to Acts.

20. Citation, transitional provisions, commencement and extent

 

typischer Vertragsumfang (Generalplaner, LPs, nur Entwurf)

In Großbritannien wird der Vertragsumfang des Architekten in der Regel nicht so holistisch gesehen wie in Deutschland. Meistens werden Architekten bis zur Baugenehmigung bzw. der anschließenden Vorbereitung der Vergabe beauftragt. Letztere umfasst neben der Ausschreibung eine grundlegende Planung mit Leitdetails, welche in der Detaillierung jeodch nicht mit der Leistungphase 5 in Deutschland vergleichbar ist. Teilweise erfolgt noch ein Monitoring während der Bauphase, welches allerdings ebenfalls keine umfangreiche Bauleitung nach deutschem Verständnis ist, sondern eher zyklische Baustellenbesuche umfasst.

 

Grundlegende Informationen findet man beim Royal Institute of British Architects (RIBA): Explaining an architect’s services. General information on the usual tasks undertaken by an architect:

http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/ProfessionalConduct/DisputeResolution/PracticalMatters/ExplainingServices.pdf

 

Oftmals ist der Umfang der Architektenleistung in hohem Maße abhängig von der Wahl des Bauvertrages zwischen Bauherr und Bauunternehmen. Je nach Schnittstelle und Planungsstand, zu dem der Vertrag geschlossen werden soll, werden entsprechende Auftraggeber-seitige Planungsleistungen dem Architekten übergeben.[4]

 

Vertragsformen

Wie bereits angesprochen herrscht in Großbritannien eine weitreichende Vertragsfreiheit. Hierzu werden individuelle Verträge angewendet, die entweder spezifisch für ein Projekt, als Standardvertrag eines Auftraggebers, oder auf Basis einer der zahlreichen Vertragsmuster in Großbritannien geschlossen werden.

 

Gesetzliche Grundlage ist neben dem Case Law (s. Kapitel Allgemeines Vertragsrecht) der Supply of Goods and Services Act 1982.[5] Im Teil 2 (Supply of Services) [6] werden Dienstleistungsverträge behandelt, wobei die Regelungsinhalte sehr allgemein gehalten sind und nicht mit dem deutschen Werkvertragsrecht vergleichbar sind.

 

Generell ist zum Bestehen eines Vertrags eine consideration nötig, was bedeutet, dass beide Vertragsparteien mit einer Gegenleistung der anderen gegenüber stehen muss. Grundsätzlich ist es möglich, Verträge schriftlich oder mündlich zu schließen. Mündliche Verträge sind jedoch im englischen Common law nicht ratsam, da die fehlenden Vertragsgrundlagen die Durchsetzung des Vertrags blockieren können. [7]

 

Vertragsvorlagen

In Großbritannien werden von vielen Verbänden Vertragsmusterpakete inkl. unterschiedlichster Bau-, Planer- und Consultantverträge angeboten (s. auch Kapitel Bauvertrag). Für Architektenverträge werden die dominierenden Muster vom Royal Institute of British Architects (RIBA) herausgegeben. Typische Vertragsmuster sind:[8]

    • RIBA Standard Agreement 2010 (2012 revision) Architect
    • RIBA Concise Agreement 2010 (2012 revision) Architect
    • RIBA Domestic Project Agreement 2010 (2012 revision) Architect
    • RIBA Standard Agreement 2010 (2012 revision) Consultant
    • RIBA Concise Agreement 2010 (2012 revision) Consultant
    • RIBA Domestic Project Agreement 2010 (2012 revision) Consultant
    • RIBA Sub-consultant Agreement 2010 (2012 revision)

 

In Ergänzung werden diverse Core Components und Anlagen vertrieben, die je nach Projekttyp (Denkmalschutz, Masterplanung, Generalplanung etc.) unterschiedliche Präzisierungen und Inhalte beinhalten. Die Vertragsmuster lassen sich im RIBA Bookshop online zusammenstellen und unter folgendem Link beziehen: http://www.ribabookshops.com/agreements/RIBAAgreementsSite//CreateAgreement.aspx

 

Bei der Association of Consultant Architects (ACA) ist z.B. die ACA SFA – ACA Standard Form of Agreement for the Appointment of an Architect 2012 für ca. 22 Pfund mit ergänzenden Dokumenten und Vertragsalternativen unter folgendem Link zu beziehen: http://www.acarchitects.co.uk/orderform.htm

 

Weitere Vertragsmuster werden im Rahmen der Bauvertragsfamilien z.B. von der Institution of Civil Engineers – ICE (NEC3 New Engineering Contracts) herausgebracht (s. Kapitel Bauverträge).


[1] Originaltext unter http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1977/50/contents07.02.13

[2] Vgl. Germany Trade & Invest (Stand: 21.07.2010) http://www.portal21.de/cln_321/nn_1707288/Portal21/DE/Land/Grossbritannien/01Rechtsrahmen/Zivilrecht/Vertragsrecht/start.html?__nnn=true 07.02.13

[3] Originaltext unter http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1982/29/contents 07.02.13

[4] Vgl. Mückl, Patrick: Der Vertragsbruch des Dienstleisters. Deutsches Recht und Entwurf des gemeinsamen Referenzrahmens. Schriften zum europäischen Recht. Dienstleistungsrecht. Band 1. München: sellier. 2010, S. 53ff.

[5] Supply of Goods and Services Act 1982. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1982/29/contents 08.01.2013

[6] Supply of Goods and Services Act 1982. Part II Supply of Services. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1982/29/part/II 01.10.2013

[7] Vgl. Mückl, Patrick: Der Vertragsbruch des Dienstleisters. Deutsches Recht und Entwurf des gemeinsamen Referenzrahmens. Schriften zum europäischen Recht. Dienstleistungsrecht. Band 1. München: sellier. 2010, S. 9ff.

[8] Vgl. http://www.ribabookshops.com/agreements/RIBAAgreementsSite//About.aspx 08.02.13

Leistungsinhalte

Leistungsphasen

In Großbritannien gibt es keine standardisierten Leistungsphasen für Architektenleistungen. Diese werden ausschließlich über den zu schließenden Vertrag bzw. das gewählte Vertragsmuster definiert.

 

Grundlagen der vertraglich vereinbarten Leistung – Leistungskataloge

Das Royal Institute of British Architects (RIBA) gibt hierzu einen Plan of Work Stages heraus, der den Projektablauf in verschiedene Phasen einteilt. Die Struktur ist folgender Abbildung zu entnehmen.

 

Abbildung 8(zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
RIBA Plan of Work Stages
Eigene Darstellung nach Royal Institute of British Architects (RIBA): Outline Plan of Work 2007. Amended November 2008. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/Practice/OutlinePlanofWork(revised).pdf 10.01.2013

Aktuell läuft die Überarbeitung des „Plan of work stages“, welcher in abgestimmter Fassung 2013 veröffentlicht werden soll. Siehe hierzu:

http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/Practice/FrontlineLetters/RIBAPlanofWork2013ConsultationDocument.pdf

 

In Schottland wird vom RIAS eine etwas modifizierte Benennung der Work Stages veröffentlicht. Die Phasen sind:[1]

    • Appraisal (A/B)
    • Outline Proposals (C)
    • Detailed Proposals (D)
    • Final Proposals (E)
    • Tender (F/G)
    • Building Contract (H to L)

 

typischer Leistungsumfang (komplette Bauleitung, „künstlerische“ Oberbauleitung)

Wie bereits im Kapitel Architektenvertrag beschrieben, sind Architekten in Großbritannien eher vom Entwurf bis zur Vergabe tätig, wobei die Ausführungsplanung meist aus einem Designbook mit Leitdetails besteht. Eine Bauleitung wird – wenn überhaupt vertraglich übergeben – eher als Montoring im Sinne einer künstlerischen Oberbauleitung gesehen. Typische Berufsfelder sind in dieser Übergabephase neben der Projektleitung durch einen Engineer, der Clerk of works (als klassischer Bauleiter) und der Quantity surveyor. Welche Struktur umgesetzt wird, ist stark abhängig vom gewählten Bauvertragsmuster (z.B. JCT oder ICE).[2]


[1] Vgl. http://www.rias.org.uk/services/why-use-an-architect/the-construction-process 07.02.13

[2] Eine gute Übersicht über die Bauablaufstrukturen erhält man in: Kulick, Reinhard: Auslandsbau. Internationales Bauen innerhalb und außerhalb Deutschlands. Wiesbaden: Vieweg + Teubner. GWV Fachverlage GmbH. 2. Auflage. 2010

Honorar

rechtliche verpflichtende Honorarordnung

In Großbritannien gab es bis zum Jahr 1985 eine verbindliche Honorarordnung, seitdem ist die Vergütung von Architekten frei vereinbar.[1] Es ist in der Privatwirtschaft sowie bei der öffentlichen Hand daher üblich, neben dem Leistungs- auch den Preiswettbewerb bei der Vergabe von Architekturleistungen durchzuführen.

 

preisrechtliche Empfehlungen

Das Royal Institute of British Architects (RIBA) gibt eine preisrechtliche Empfehlung zur Vergütung von Architekten heraus. Grundsätzlich werden folgende Berechnungswege definiert:[2]

    • Prozentsatz der finalen Bauwerkskosten oder
    • eine fixe oder kalkulierte Pauschalsumme oder
    • Vergütung auf Stundenlohnbasis oder
    • eine andere festgelegte Basis.

Ggf. können zu verschiedenen Projektphasen verschiedene Methoden angewendet werden. Zusätzliche Vergütung sind in der Regel zu zahlen, wenn – nicht bedingt durch die Risikosphäre des Architekten – zusätzliche Arbeiten oder die Wiederholung bereits abgeschlossener Planungen durchgeführt werden müssen.

 

Allerdings ist es RIBA nicht erlaubt, Honorartabellen herauszugeben. Die einzige Empfehlung, die RIBA geben kann, ist die Orientierung an statistischen Werten (s. folgendes Kapitel).[3]

 

statistische Honorarordnungen

Das Royal Institute of British Architects (RIBA) verweist offiziell auf die Statistiken des Fee Bureau, eine Unterabteilung von Mirza & Nacey Research Ltd.  Seit 1989 erfasst das Fee Bureau statistisch die Honorare von Architekten und kann daher gute Informationen über aktuelle Honorarstrukturen liefern. Das Fee Bureau ist unter folgendem Link zu finden: http://www.feesbureau.co.uk

 

Je nach Projektvolumen liegen die prozentualen Honorare der Architekten im Jahr 2013 bei ca. 4 -7 %.[4] Die durchschnittlichen Einnahmen eines Architekten lagen im Jahr 2012 bei 41.100 Pfund.[5]

 

Praktische Einstellung von Angeboten bei fehlender Honorarordnung

Generell ist der Preiskampf unter Architekten in Großbritannien sehr abhängig von der Marktsituation. So stiegen die Einnahmen in den Jahren 2005 – 2009 deutlich stärker als die generelle Preissteigerung in Großbritannien. Seit dem Jahr 2009 kam es auf Grund der reduzierten Nachfrage nach der Wirtschaftskrise zu Einbußen von teils über 13 %.[6]

 

Für größere Projekte wird oftmals ein Prozentsatz der finalen Baukosten vereinbart, bei kleineren Projekten eher eine Vergütung auf Stundenlohnbasis oder durch Pauschale. Wenn beispielsweise 15 % der Baukosten auf Honorare entfallen, könnte die Aufteilung wie folgt aussehen: [7]

    • 7%        Architekt
    • 1,5 %    Landschaftsarchitekt
    • 2,5 %    Tragwerksplanung
    • 1,5 %    Haustechnik
    • 2 %       Quantity surveyor
    • 0,5 %    CDM coordinator


[1] Vgl. Kulick, Reinhard: Auslandsbau. Internationales Bauen innerhalb und außerhalb Deutschlands. Wiesbaden: Vieweg + Teubner. GWV Fachverlage GmbH. 2. Auflage. 2010. S. 82

[2] Royal Institute of British Architects (RIBA): Explaining an architect’s services. General information on the usual tasks undertaken by an architect. 2008. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/ProfessionalConduct/DisputeResolution/PracticalMatters/ExplainingServices.pdf 11.01.2013

[3] Vgl. Baden-Powel, Charlotte: Architect’s Pocket Book. 4. Auflage. Oxford, Burlington: Elsevier. 2011, S. 62/63

[4] Vgl. http://www.feesbureau.co.uk/AF.asp, 08.02.2013

[5] Vgl. Expansion Joint. RIBA Journal. http://www.ribajournal.com/pages/riba_survey_2012_183647.cfm 11.01.2013

[6] Vgl. http://www.feesbureau.co.uk/Earns2012-1.asp 08.02.2013

[7] Vgl. Baden-Powel, Charlotte: Architect’s Pocket Book. 4. Auflage. Oxford, Burlington: Elsevier. 2011, S. 62/63

Haftung/Versicherung

Gesetzesgrundlagen und Haftungsregelungen

Das Gewährleistungs- und Schadensersatzrecht ist grundsätzlich anders strukturiert als in unserem Rechtskreis. Zunächst sind die im Vertrag vereinbarten Regelungen wesentlich. Diesen wird ein höherer Stellenwert angesetzt als bei deutschen Verträgen, die sich zumeist auf die Gewährleistungsregeln des BGB stützen.

 

Schaut man auf die Gesetzeslage, muss man die Situation bei Kaufverträgen bzw. Sachlieferungen von denen der Werkverträge und Dienstleistungen separieren. Die Gewährleistungen bei Verkauf und Lieferung von Waren ist im Sale of Goods Act 1979 geregelt, die der Werk- und Dienstleistungen im bereits erwähnten Supply of Goods and Services Act 1982. Nach beiden Gesetzen muss das Ergebnis bzw. die Ware unter Betrachtung durch eine reasonable person als zufriedenstellend qualitativ bewertet werden. [1]

Im Supply of Goods and Services Act 1982 sec. 13 heißt es im Wortlaut: “In a contract for the supply of a service where the supplier is acting in the course of a business, there is an implied term that the supplier will carry out the service with reasonable care and skill.”[2]

 

Die Definition von “reasonable care and skill”, also vernünftiger Sorgfalt und Fertigkeit, obliegt dem Einzelfall bzw. dem urteilenden Richter.

Das englische Recht beinhaltet das verschuldensunabhängige Konzept des Vertragsbruchs (breach of contract), welches nicht in Gewährleistung und Vertragspflichten unterscheidet. Eine Unterscheidung wird insbesondere zwischen einer condition und einer warranty vorgenommen. [3]

 

Die Gewährleistungsdauer in England und Wales beträgt generell 6 Jahre (in Schottland 5 Jahre), bei notariellen Verträgen (contracts under seal) 12 Jahre (in Schottland 20 Jahre). [4]

 

Grundsätzlich ist es sehr ratsam bei der Ausgestaltung von Verträgen und insbesondere bei Mängeln oder Schäden, einen im englischen bzw. schottischen Recht kundigen Anwalt hinzuzuziehen.

 

Eine ausführliche Darstellung des Vertragsbruchs und der Haftungsregelungen bei Architekten finden sich in:

Mückl, Patrick: Der Vertragsbruch des Dienstleisters. Schriften zum europäischen Recht. Dienstleistungsrecht. Band 1. München: sellier. 2010

 

Versicherungspflichten

Architekten sind in Großbritannien verpflichtet eine professional indemnity insurance (Berufshaftpflichtversicherung) abzuschließen. Grundlage hierfür bildet der vom Architects Registration Board (ARB) herausgegebene Code of Conduct. Im Standard 8 (Insurance arrangements) heißt es:[5]

1.You are expected to have adequate and appropriate insurance cover for you, your practice and your employees. You should ensure that your insurance is adequate to meet a claim, whenever it is made. You are expected to maintain a minimum level of cover, including run-off cover, in accordance with the Board’s guidance.

2.The need for cover extends to professional work undertaken outside your main practice or employment.

3.If you are an employed architect you should, as far as possible, ensure that insurance cover and/ or other appropriate indemnity arrangements are provided by your employer.

4.You are expected to provide evidence that you have met the standards expected of this Standard in such form as the Board may require.

Hinzu kommen weitere Pflichtversicherungen, wie z.B. die Employers‘ liability insurance auf Basis des Employers’ Liability (Compulsory Insurance) Act 1969, die Arbeitnehmer gegen Gesundheitsschäden absichert.[6]

 

Das Royal Institute of British Architects (RIBA) bietet für seine Mitglieder eine eigene Versicherungsagentur an. Die RIBA Insurance Agency (RIBAIA) ist online unter folgendem Link zu finden: http://www.architectspi.com/

 

Übernahme durch deutsche Berufshaftpflichtversicherungen

Grundsätzliche Informationen zur Auslandsberufshaftpflichtversicherung deutscher Architekten


[1] Vgl. http://www.portal21.de/cln_321/nn_1710218/Portal21/DE/Land/Grossbritannien/01Rechtsrahmen/Zivilrecht/Gewaehrleistung/start.html?__nnn=true 08.02.2013

[2] Originaltext unter http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1982/29, 08.02.2013

[3] Vgl. http://www.portal21.de/cln_321/nn_1710218/Portal21/DE/Land/Grossbritannien/01Rechtsrahmen/Zivilrecht/Gewaehrleistung/start.html?__nnn=true, 08.02.2013

[4] ACE: Access to the Profession. April 2011

[5] Architects Code: Standards of Conduct and Practice 2010 Version. http://www.arb.org.uk/professional_standards/regulating_architects/architects_code_2010/code.php#s8 08.01.2013

[6] Vgl. Germany Trade & Invest (Stand: 21.07.2010) http://www.portal21.de/cln_321/nn_1709588/Portal21/DE/Land/Grossbritannien/03Dienstleistungen/Pflichtversicherung/start.html?__nnn=true

Baurecht

Struktur des Baurechts – relevante Rechtsvorschriften

Das Baurecht in Großbritannien ist vielschichtig über Gesetze, Bauregeln und Normen organisiert. Zudem bestehen teils deutliche Unterschiede, insbesondere zwischen England und Schottland. Das Baurecht in Wales ist dem Englischen entsprechend. Grundlage des Baurechts in England und Wales ist der Building Act 1984 und die Building Regulations 2010 mit entsprechend jährlichen Aktualisierungen. Des Weiteren sind eine Vielzahl von tangierenden Gesetzen (z.B. zum Gesundheitsschutz, Energieeinsparung, Arbeitsschutz etc.) sowie teilweise lokale Regelungen zu beachten.

 

Der Building Act 1984[1] ist wie folgt aufgebaut:

 

Introductory Text

Part I   Building Regulations

Part II  Supervision of Building Work etc. otherwise than by Local Authorities

Part III Other Provisions about Buildings

Part IV General

Part V  Supplementary

SCHEDULES

SCHEDULE 1 Building Regulations

SCHEDULE 2 Relaxation of Building Regulations for Existing Work

SCHEDULE 3 Inner London

SCHEDULE 4 Provisions Consequential Upon Public Body’s Notice

SCHEDULE 5 Transitional Provisions

SCHEDULE 6 Consequential Amendments

SCHEDULE 7 Repeals

 

Der Building Act 1984 ist unter folgendem Link als PDF zu erhalten:

http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1984/55/data.pdf

 

Die Building Regulations 2010[2] sind wie folgt aufgebaut:

 

Introductory Text

PART 1 General

1.Citation and commencement

2.Interpretation

PART 2 Control of Building Work

3.Meaning of building work

4.Requirements relating to building work

5.Meaning of material change of use

6.Requirements relating to material change of use

7.Materials and workmanship

8.Limitation on requirements

9.Exempt buildings and work

10.Exemption of the Metropolitan Police Authority from procedural requirements

11.Power to dispense with or relax requirements

PART 3 Notices, Plans and Certificates

12.Giving of a building notice or deposit of plans

13.Particulars and plans where a building notice is given

14.Full plans

15.Consultation with sewerage undertaker

16.Notice of commencement and completion of certain stages of work

17.Completion certificates

18.Unauthorised building work

PART 4 Supervision of Building Work Otherwise than by Local Authorities

19.Supervision of building work otherwise than by local authorities

PART 5 Self-certification Schemes

20.Provisions applicable to self-certification schemes

PART 6 Energy Efficiency Requirements

21.Application of energy efficiency requirements

22.Requirements relating to a change to energy status

23.Requirements relating to thermal elements

24.Methodology of calculation and expression of energy performance

25.Minimum energy performance requirements for new buildings

26.CO2 emission rates for new buildings

27.CO2 emission rate calculations

28.Consequential improvements to energy performance

29.Energy performance certificates

30.Energy assessors

31.Related party disclosures

32.Duty of care

33.Right to copy documents

34.Application of building regulations to educational buildings and buildings of statutory undertakers

35.Interpretation of Part 6

PART 7 Water Efficiency

36.Water efficiency of new dwellings

37.Wholesome water consumption calculation

PART 8 Information to be Provided by the Person Carrying Out Work

38.Fire safety information

39.Information about ventilation

40.Information about use of fuel and power

PART 9 Testing and Commissioning

41.Sound insulation testing

42.Mechanical ventilation air flow rate testing

43.Pressure testing

44.Commissioning

PART 10 Miscellaneous

45.Testing of building work

46.Sampling of material

47.Contravention of certain regulations not to be an offence

48.Electronic service of documents

49.Transitional provisions: interpretation

50.Transitional provisions: work already started before 1st October

51.Transitional provisions: work for which notification is not required

52.Transitional provisions: notice given or plans deposited before 1st October 2010

53.Transitional and saving provisions: earlier Building Regulations

54.Revocations and consequential amendments

Signature

SCHEDULE 1 Requirements

SCHEDULE 2 Exempt Buildings and Work

CLASS 1

CLASS 2

CLASS 3

CLASS 4

CLASS 5

CLASS 6

CLASS 7

SCHEDULE 3 Self-certification Schemes and Exemptions from Requirement to Give Building Notice or Deposit Full Plans

SCHEDULE 4 Descriptions of Work where no Building Notice or Deposit of Full Plans Required

SCHEDULE 5 Revocation of Regulations

SCHEDULE 6 Consequential Amendments

Explanatory Note

 

Die Building regulations 2010 sind unter folgendem Link als PDF zu erhalten:

http://www.legislation.gov.uk/uksi/2010/2214/pdfs/uksi_20102214_en.pdf

 

Entsprechende Änderungen werden jährlich im Gesetzesportal veröffentlicht – die Ergänzung für das Jahr 2013 ist unter http://www.legislation.gov.uk/uksi/2013/181/contents/made zu finden.

 

Die englische Regierungsbehörde Communities and Local Government unterhält eine eigene Webseite mit dem Namen Planning Portal, auf der aktuelle Entwicklungen und Informationen zu den Building Regulations veröffentlicht werden: http://www.planningportal.gov.uk

 

Dort sind auch folgende 14 technische Teile (approved documents) zu den Building Regulations veröffentlicht und als PDF-Download bereitgestellt:[3]

Part A (Structural safety)
Part B (Fire safety) – Volume 1: Dwellinghouses
Part B (Fire safety) – Volume 2: Buildings other than dwellinghouses
Part C (Resistance to contaminants and moisture)
Part D (Toxic Substances)
Part E (Resistance to sound)
Part F (Ventilation)
Part G (Sanitation, Hot Water Safety and Water Efficiency)
Part H (Drainage and waste disposal)
Part J (Heat producing appliances)
Part K (Protection from falling)
Part L1A: Conservation of fuel and power (New dwellings)
Part L1B: Conservation of fuel and power (Existing dwellings)
Part L2A: Conservation of fuel and power (New buildings other than dwellings)
Part L2B: Conservation of fuel and power (Existing buildings other than dwellings)
Part M (Access to and Use of Buildings)
Part N (Glazing safety)
Part P (Electrical Safety)

 

Diese Gesetze und Parts gelten sowohl in England als auch in Wales. In Nordirland gibt es einige kleinere Unterschiede in den Abläufen, zudem sind die Parts anders kategorisiert, wenn auch die Inhalte dem Grunde nach gleich sind. In Schottland wiederum gibt es deutliche Unterschiede zum englischen System. So ist z.B. ein verbindlicher Building Warrant von der lokalen Behörde zu bekommen, bevor man mit Bauarbeiten beginnen darf. Die Parts sind in Schottland wie folgt strukturiert: [4]

Part A   General

Part B   Fitness of materials

Part C   Structure

Part D   Structural fire precautions

Part E   Means of escape

Part F   Heat producing installations

Part G   Preparation of sites and resistance to moisture

Part H   Sound

Part J   Conservation of fuel and power

Part K   Ventilation of buildings

Part M   Drainage and sanitary facilities

Part N   Electrical installations

Part P   Miscellaneous hazards

Part Q   Facilities for dwellings

Part R   Solid waste storage

Part S   Stairs, ramps and protective barriers

Part T   Facilities for disabled people

 

Weitere relevante Gesetze in England und Wales sind unter anderem:[5]

    • The Regulatory Reform (Fire Safety) Oder 2005 (FSO)
    • The Clean Air Act 1993
    • Highways Act 1980
    • Health and Safety at Work etc. Act 1974
    • Party Wall etc. Act 1996
    • Environment Act 1995/1999
    • Clean Neighbourhoods and Environment Act 2005
    • Disability Discrimination Act 1995/2005 (DDA)
    • Housing Act 1985/2004
    • The Local Democracy, Economic Development and Construction Act 2009
    • Construction Act 2008
    • The Lisensing Act 1993
    • Control of Asbestos Regulations 2006
    • Working at Heights Regulations 2005
    • Control of Vibration at Work Regulations 2005
    • Sustainable and Secure Buildings Act 2004
    • Control of Substances Hazardous to Health Regulations 2002
    • Control of Lead at Work Regulations 2002
    • Management of Health & Safety at Work Regulations 1999
    • Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998
    • Housing Grants, Construction and Regeneration Act 1995
    • Access to Neighbouring Land Act 1992
    • Electricity at Work Regulations 1989
    • Historic Buildings and Ancient Monuments Act 1953
    • etc.

 

 

Raumordnungsvorschriften (städtebauliche Flächennutzung)


 

Abbildung 9: (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
Das Planungssystem in England[6] Eigene Darstellung nach: Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 5

Rechtliche Grundlagen (England und Wales):

Die wichtigsten rechtlichen Grundlagen des Planungssystems in England und Wales werden durch die unten aufgeführten Gesetze geregelt. Die (hier) aufgeführten Gesetze gelten in England und in Wales, aber nicht in Schottland oder Nordirland. Zu den Gesetzen wird eine Auswahl der wichtigen Inhalte kurz angegeben.

    • Town and Country Planning Act 1990 [7]: Im Town and Country Planning Act von 1990 sind die Grundlagen des Planungssystems in England und Wales geregelt. Unter anderem werden die Institutionen des Planungssystems definiert, die Voraussetzung für die Entwicklungsplanung und die Kontrolle der Planung geregelt. [8]
    • Planning (Listed Building and Conversation Areas) Act 1990[9]: Das Gesetz regelt den planungsrechtlichen Umgang und den Schutz historisch bedeutsamer Gebiete.[10]
    • Planning and Compensation Act 1991[11]: Im „Planning and Compensation Act 1991“ ist die Durchsetzung und Durchführung von Planungen und der Status von Entwicklungsplänen geregelt.[12]
    • Planning and Compulsory Purchase Act 2004[13]: Der “Planning and Compulsory Act 2004” führt ein neues Planungssystem ein. Das alte System der „ local plans“ wird ersetzt durch eine Reihe von Dokumenten, die durch die lokalen Planungsbehörden entwickelt wurden, das so genannte „ Local Development Framework“.[14]
    • Planning Act 2008[15]: Durch den “Planning Act 2008” wird eine neue Institution gegründet, die für nationale Infrastrukturprojekte zuständig ist: Die Infrastructure Planning Commssion (IPC)“.

Diese grundlegenden Gesetze werden durch eine Vielzahl spezifischer Regelungen ergänzt. Eine gute Übersicht der gesetzlichen Regelungen bietet Alan Gunne-Jones[16]:


 

Abbildung 10: (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
Aufbau der Verwaltung des Planungssystems in England[17] Eigene Darstellung nach: Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 19

Die hier beschriebenen Regelungen gelten in England. In Wales gelten die gleichen primären Gesetze wie in England. Zuständig für die Planung in Wales ist jedoch das „Welsh Assembly Government“ und Wales hat seine eigenen sekundären Gesetze und ein eigenes Planungssystem. Nordirland und Schottland haben jeweils eine eigene Planungsgesetzgebung und ein eigenes Planungssystem. [18]

 

In Schottland sind die wesentlichen Gesetze Town and Country (Scotland) Act 1997 und Planning etc. (Scotland) Act 2006. Ebenso relevant ist The Planning (Listed Buildings and Conservation Areas) (Scotland) Act 1997. Generell sind die Planungsgesetze jedoch nicht grundlegend anders als die Englischen aufgebaut, sondern unterscheiden sich eher in den Details.[19]

 

Normung

Die Normung wird in Großbritannien im Wesentlichen durch das Normungsinstitut British Standard Institution (BSI) geprägt.[20] Im Bereich Construction sind alle wesentlichen British Standards (BS) für den Baubereich kostenpflichtig unter folgendem Link verfügbar:

http://www.bsigroup.com/en-GB/industries-and-sectors/construction-and-building/

 

Produkte, die einem British Standard (BS) entsprechen, sind mit dem BS kitemark versehen. Neben den eigentlichen Normen veröffentlich die Institution auch codes of practice (CP), welche Handlungsempfehlungen für die Praxis enthalten. Das British Board of Agrément (BBA) ist für die Produkttests und –zulassung, in Analogie zum Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), zuständig.[21]

 

Baugenehmigungsverfahren

Generell ist es notwendig bei jedem Neubau, bei relevanten Änderungen an bestehenden Gebäuden und bei Nutzungsänderungen eine Baugenehmigung zu beantragen. Ausnahmen (so genannte permitted development rights) gibt es bei bestimmten Lagerhäusern und Werbeschildern.[22]

 

Wichtig ist es, die lokal zuständige Behörde zu kontaktieren, um die Vorgehensweise abzustimmen. Eine Suchmaschine hierfür findet man unter folgendem Link:

http://www.planningportal.gov.uk/wps/portal/genpub_LocalInformation?docRef=LocalInformation&scope=202&langid=0

 

Die Bauanfrage kann online unter folgendem Link gestellt werden:

http://www.planningportal.gov.uk/planning/applications/planningapplications

 

Ein Bauantragsformular kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

http://www.planningportal.gov.uk/uploads/1app/forms/Form033_england_en.pdf

 

Es gibt auf der Webseite Video- Tutorials zur korrekten Anwendung des Online-Portals. Ebenso ist ein Leitfaden zu finden, wie die Baugenehmigung zu stellen ist:

https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/7727/1505220.pdf

 

Generell ist das Baugenehmigungsverfahren sehr transparent und gut kommuniziert, weswegen die Weltbank das Baugenehmigungsverfahren in Großbritannien als sehr gut einstuft (s. nachfolgende Grafik).


 

Abbildung 11: (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
World Bank, Doing Business, http://www.doingbusiness.org/rankings , 24.07.2012

Der Ablauf des Baugenehmigungsverfahrens ist folgender Grafik zu entnehmen:


 

Abbildung 12: (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken!)
Planning Permission
Eigene Darstellung nach http://www.planningportal.gov.uk/uploads/plan_flow_chart_eng.gif

Im Normalfall wird eine Baugenehmigung innerhalb von 2 Monaten erteilt, bei komplexen Projekten kann dies bis zu 4 Monate dauern.[23]

 

Bevor mit dem Bau begonnen werden darf, muss die Building Notice übermittelt sein. 2 Wochen vor Baubeginn ist der Local Authority dies mit einer Commencement Notice anzuzeigen. [24]


[1] Building Act 1984. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1984/55/contents 10.01.2013

[2] Building regulations 2010. http://www.legislation.gov.uk/uksi/2010/2214/contents/made 09.01.2013

[3] Downloads unter http://www.planningportal.gov.uk/buildingregulations/approveddocuments/downloads, 08.02.2013

[4] ArchiEuropa: Gesetze – United Kingdom. http://www.arvha.org/manage/index.php?s=WPLWU0GJRJ . 17.09.2012

[5] Edwards, Martin; Armes, Murray: Construction legislation in England and Wales. In: Speaight, Anthony; Stone, Gregory (Hrsg.). Architect’s Legal Handbook. The Law for Architects. 9. Auflage. Oxford: Elsevier. 2010. S. 75-89 und Cousins, Matthew: Architect’s Legal Pocket Book. Oxford, Waltham: Elsevier. 2011

[6] Eigene Darstellung nach: Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 5

[7] Town and Country Planning Act 1990. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1990/8/data.pdf 10.01.2013

[8] Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 6

[9] Planning (Listed Buildings and Conservation Areas) Act 1990. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1990/9/data.pdf 10.01.2013

[10] Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 6

[11] Planning and Compensation Act 1991. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1991/34/contents#printLegislationModPdf 10.01.2013

[12] Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 6

[13] Planning and Compulsory Purchase Act 2004. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2004/5/contents#printLegislationModPdf 10.01.2013

[14] Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 6

[15] Planning Act 2008. http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2008/29/contents#printLegislationModPdf 10.01.2013

[16] Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 6 ff.

[17] Eigene Darstellun nach: Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 19

[18] Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009. S. 83 f.

[19] Vgl. Upton, Michael: Planning law in Scotland. In: Speaight, Anthony; Stone, Gregory (Hrsg.). Architect’s Legal Handbook. The Law for Architects. 9. Auflage. Oxford: Elsevier. 2010. S. 133-138

[20] Online-Portal unter The British Standards Institution http://www.bsigroup.com/ 08.01.2013

[21] Vgl. Baden-Powel, Charlotte: Architect’s Pocket Book. 4. Auflage. Oxford, Burlington: Elsevier. 2011, S. 57

[22] Guide Planning permission https://www.gov.uk/planning-permission-england-wales 10.01.2013

[23] Vgl. https://www.gov.uk/planning-permission-scotland/after-you-apply, 08.02.2013

[24] ArchiEuropa: Gesetze – United Kingdom. http://www.arvha.org/manage/index.php?s=WPLWU0GJRJ . 17.09.2012

Bauvertrag

Vergabeverordnungen

Als Mitglied der Europäischen Union gelten die EU-Vergaberichtlinien auch in Großbritannien in gleichem Maße wie in allen anderen Mitgliedstaaten.

 

Allgemeine Informationen zu den relevanten EU- Richtlinien

 

Die nationale Umsetzung der Directive 2004/18/EC erfolgt über die Public Contracts Regulations 2006, welche wie folgt aufgebaut sind: [1]

 

Introductory Text

PART 1 GENERAL

1.Citation, commencement and extent

2.Interpretation

3.Contracting authorities

4.Economic operators

5.Application

6.General exclusions

7.Reserved contracts

8.Thresholds

PART 2 TECHNICAL SPECIFICATIONS

9.Technical specifications in the contract documents

10.Variants

PART 3 PROCEDURES LEADING TO THE AWARD OF A PUBLIC CONTRACT

11.Prior information notices

12.Selection of contract award procedures

13.Use of the negotiated procedure with prior publication of a contract notice

14.Use of the negotiated procedure without prior publication of a contract notice

15.The open procedure

16.The restricted procedure

17.The negotiated procedure

18.The competitive dialogue procedure

19.Framework agreements

20.Dynamic purchasing systems

21.Electronic auctions

22.Central purchasing bodies

PART 4 SELECTION OF ECONOMIC OPERATORS

23.Criteria for the rejection of economic operators

24.Information as to economic and financial standing

25.Information as to technical or professional ability

26.Supplementary information

27.Official lists of approved economic operators

28.Consortia

29.Corporations

PART 5 THE AWARD OF A PUBLIC CONTRACT

30.Criteria for the award of a public contract

31.Contract award notice

32.Information about contract award procedures

PART 6 SPECIALISED CONTRACTS

33.Design contests

34.Subsidised public works contracts and public services contracts

35.Subsidised housing scheme works contracts

36.Public works concession contracts

37.Sub-contracting the work or works to be carried out under a public works concession contract

PART 7 MATTERS RELATING TO A PUBLIC CONTRACT

38.Obligations relating to taxes, environmental protection, employment protection and working conditions

39.Conditions for performance of contracts

PART 8 MISCELLANEOUS

40.Statistical and other reports

41.Provision of reports

42.Publication of notices

43.Confidentiality of information

44.Means of communication

45.Sub-contracting

46.Public service bodies

PART 9 APPLICATIONS TO THE COURT

47.Enforcement of obligations

PART 10 CONSEQUENTIAL AMENDMENTS, REPEALS, REVOCATIONS, SAVINGS AND TRANSITIONAL PROVISIONS

48.Consequential amendments, repeals and revocations

49.Savings and transitional provisions

 

SCHEDULE 1       GPA CONTRACTING AUTHORITIES

SCHEDULE 2       ACTIVITIES CONSTITUTING WORKS

SCHEDULE 3       CATEGORIES OF SERVICES

SCHEDULE 4       EXTENSION TO NON-MEMBER STATES

SCHEDULE 5       GOODS FOR THE PURPOSES OF THE THRESHOLDS

SCHEDULE 6       PROFESSIONAL OR TRADE REGISTERS

SCHEDULE 7       CONSEQUENTIAL AMENDMENTS, REPEALS AND REVOCATIONS

Explanatory Note

 

Die Public Contracts Regulations 2006 sind unter folgendem Link als PDF verfügbar:

http://www.legislation.gov.uk/uksi/2006/5/made/data.pdf

 

In Parallelität der EU-Richtlinien setzen die Utilities Contracts Regulations 2006 die Sektorenrichtlinie 2004/17/EC um.[2] In Ergänzung der beiden Regulations wurde ein erläuterndes Memorandum herausgebracht, welches die Inhalte sehr gut erläutert und unter folgendem Link zu finden ist:

http://www.legislation.gov.uk/uksi/2006/5/pdfs/uksiem_20060005_en.pdf

 

Vergabeverfahren

Öffentliche Auftraggeber, die die Public Contracts Regulations 2006 anzuwenden haben, sind: [3]

    • central government departments and agencies
    • non-departmental public bodies
    • the NHS and its local trusts
    • local authorities
    • the Northern Ireland Assembly
    • the National Assembly for Wales
    • the Scottish Executive
    • universities and colleges

 

Öffentliche Aufträge sind über das Online-Tool „Contract Finder“ zu finden. Unter folgendem Link werden kostenfrei alle Ausschreibungen über 10.000 Pfund veröffentlicht:

https://www.gov.uk/contracts-finder

 

Eine Hilfestellung für den Contract Finder ist unter folgendem Link als PDF zu finden:

http://www.businesslink.gov.uk/Horizontal_Services_files/ContractsFinder_supplier_guide_Nov11.pdf

 

Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Plattformen der öffentlichen Vergabebekanntmachungen:

Schottland:        http://www.publiccontractsscotland.gov.uk/

Wales:               https://www.sell2wales.co.uk/

Nordirland:          https://e-sourcingni.bravosolution.co.uk/

 

Ebenso werden Ausschreibungen in Tageszeitungen und Handelsmagazinen veröffentlicht. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung der kostenpflichtigen Plattform Constructionline unter folgendem Link:

http://www.constructionline.co.uk

 

Im Vereinigten Königreich werden die EU-weit verwendeten Verfahren genutzt, welche in den Public Contracts Regulations 2006 verankert sind (s. oben): [4]

    • open procedure: alle Bieter haben die Möglichkeit, am Verfahren teilzunehmen
    • restricted procedure: 2-stufiges Verfahren mit vorgeschalteter Bewerbung / Fragebogen und anschließender Aufforderung durch den öffentlichen AG, am Verfahren teilzunehmen (die sogenannte Invitation to Tender (ITT))
    • The competitive dialogue procedure: der wettbewerbliche Dialog wird bei komplexen Vergaben bzw. Projekten angewendet. Hier werden nach einem Auswahlverfahren im Dialog mit den Bietern Lösungen entwickelt und angeboten
    • negotiated procedure: direkte Verhandlungen mit einem oder mehreren Bietern (nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt)
    • Framework agreements: Rahmenverträge für einen gewissen Zeitraum von max. 4 Jahren

 

Weitere Informationen sind unter folgender offizieller Webseite zu finden:

http://gps.cabinetoffice.gov.uk/i-am-supplier

 

Insbesondere im restricted procedure wird in der Regel eine Interessenbekundung (expression of interest) an die ausschreibende Stelle geschickt. Im Anschluss und im Falle der Auswahl erhält das Unternehmen eine Einladung zur Teilnahme (invitation to Tender). Das Angebot muss dann auf Basis der übersendeten Ausschreibungsunterlagen bis zum Submissionstag eingereicht werden. [5]

 

Rechtsform des Bauvertrages

Wie bereits im Kapitel „Allgemeines Vertragsrecht“ beschrieben, besteht in England das als wichtig erachtete Prinzip der Vertragsfreiheit. Zudem werden die wesentlichen Rechtsstrukturen durch das in England verankerte Case Law über Rechtsprechungen gebildet. Betrachtet man die eigentliche Gesetzgebung, so finden sich wesentliche Regelungen im Housing Grants, Construction and Regeneration Act 1996.[6] Der erste Teil gilt jedoch nur bei staatlich subventionierten Projekten, wogegen der zweite Teil bei eigengenutzten Wohngebäuden ebenfalls nicht anzuwenden ist. [7]

 

Im Local Democracy, Economic Development and Construction Act 2009 werden im Part 8 ebenfalls einige grundlegende Inhalte zum Bauvertrag definiert. [8] Hier werden Streitschlichtungsverfahren, aber auch Zahlungsmodalitäten (in Ergänzung zum Housing Grants, Construction and Regeneration Act 1996) und Fälligkeitsmitteilungen definiert.[9]

 

Generell gibt es weder verbindlich anzuwendende Vertragsmuster oder verbindliche Mindestanforderungen an Vertragsinhalte, somit sind das Leistungssolls oder die vertraglichen Verbindlichkeiten oftmals nur am Wortlaut in Verbindung mit Präzedenzfällen der Rechtsgeschichte zu beurteilen. [10]

 

Zu den üblichen Bauvertragsmustern s. Kapitel standardisierte Vertragsbedingungen.

 

FIDIC

FIDIC-Verträge werden in Großbritannien neben den JCT- und NEC-Verträgen (s. folgendes Kapitel) ebenfalls verwendet. Die nationale Mitgliedsorganisation der FIDIC ist die Association of Consultancy and Engineering (ACE), welche unter folgendem Internetauftritt zu finden ist:

http://www.acenet.co.uk

 

standardisierte Vertragsbedingungen

In Großbritannien gibt es eine ausgeprägte Kultur für standardisierte Vertragsbedingungen. Die wesentlichen Regelwerke sind neben den bereits erwähnten FIDIC-Vertragsmustern: [11]

    • Joint Contracts Tribunal (JCT)
    • New Engineering Contracts (NEC3)
    • Institute of Chemical Engineers (IChemE)

 

Das Joint Contract Tribunal (JCT) gibt Standardverträge und Standarddokumente für die Bauwirtschaft heraus. Das Unternehmen setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, die verschiedene Teile der Bauwirtschaft repräsentieren. [12]

 

Mitglieder des Joint Contract Tribunal (JCT)[13]

    • British Property Federation
    • Contractors Legal Grp Limeted
    • Local Government Association
    • National Specialist Contractors Council
    • Royal Institute of British Architects
    • Royal Institutes of Chartered Surveyors
    • Scottish Building Contract Committee Limited[14]

 

Die JCT-Verträge sind die in UK meist verwendeten Vertragsmuster. Die letzte Überarbeitung erfolgte 2011. Folgende Vertragsmusterfamilien sind u.a. verfügbar:[15]

    • Standard Form of Building Contract (SBC)
    • Intermediate Form of Building Contract (IC)
    • Minor Works Agreement (MW)
    • Major Project Construction (MP)
    • Management Building Contract (MC)
    • Design and Build Contract (DB)
    • Construction Management Contract (CM)
    • Building Contracts for Home Owner (HO)

 

Diese Vertragsmusterfamilien teilen sich in jeweils spezifische Vertragsmuster (insgesamt sind es ca. 50) – so werden hier exemplarisch die Standard Form of Building Contract (SBC) dargestellt:[16]

    • Standard Building Contract With Quantities (SBC/Q)
    • Standard Building Contract Without Quantities (SBC/XQ)
    • Standard Building Contract With Approximate Quantities (SBC/AQ)
    • Standard Building Sub-Contract (SBCSub/A and SBCSub/C)
    • Standard Building Sub-Contract with sub-contractor’s design (SBCSub/D/A and SBCSub/D/C)
    • Short Form of Sub-Contract (ShortSub)
    • Sub-subcontract (SubSub)

 

Die New Engineering Contracts (NEC3) sind ebenfalls ein Dach für ganze Vertragsfamilien:

    • EEC: Engineering and Construction Contract
    • ECS: Engineering and Construction Subcontract
    • ECSC: Engineering and Construction Short Contract
    • PSC: Professional Services Contract (Design)
    • FC: Framework Contract (Rahmenvertrag)
    • TSC: Team Service Contract (Wartung)
    • SC/SSC: Supply Contract / Short Supply Contract (Liefervertrag)

 

Die Verträge sind aufeinander abgestimmt, modular aufgebaut und lassen sich je nach Bedarf zusammenstellen. Der generelle Aufbau der Engineering and Construction Contract (EEC) sieht z.B. wie folgt aus:

    • Core-Clauses
    • Main Options (A bis F): zur Vergütung (s. vorige Folie
    • Cost Components: mit Acitivity Schedule (Zahlungsplan je nach Main Option)
    • Dispute Resolution Options: für Streitigkeiten
    • Secondary Options: zusätzliche Regelungen
    • Contract Data: projektspezifische, individuelle Regelungen

 

Die 9 Klauseln der EEC sind wie folgt aufgebaut:

    1. General (Allgemeines)
    2. The Contractor’s main responsibilities (Pflichten des AN)
    3. Time (Bauzeit / Fristen)
    4. Testing and Defects (Abnahmeverfahren und Mängel)
    5. Payment (Vergütung)
    6. Compensation events (Ansprüche / Nachträge)
    7. Title (Besitz / Eigentum)
    8. Risks and insurance (Risikoregelungen / Versicherung)
    9. Disputes and termination (Streitbeilegung / Vertragsbeendigung)

 

Bzgl. der Mainoptions bieten sich beim Engineering and Construction Contract(EEC) folgende Optionen:[17]

    • Option A: Priced contract with activity schedule
    • Option B: Priced contract with bill of quantities
    • Option C: Target contract with activity schedule
    • Option D: Target contract with bill of quantities
    • Option E: Cost-reimbursable contract
    • Option F: Management contract

 

Mittlerweile werden die NEC3-Verträge auch weitreichend von der öffentlichen Hand genutzt. Ebenso haben sie inzwischen eine weltweite Verbreitung und sind insbesondere in Commonwealth-Staaten oft im Einsatz. Nähere Informationen finden sich unter: http://www.neccontract.com

 

Die Vertragsmuster des Institute of Chemical Engineers (IChemE) werden meistens bei komplexen Engineering-Projekten oder im Anlagenbau benutzt. Im Februar 2013 wurden überarbeitete Vertragsmuster veröffentlicht[18] :

    • The Red Book for lump sum contracts – 5th edition
    • The Green Book for cost reimbursable contracts – 4th edition
    • The Burgundy Book for target cost contracts – 2nd edition
    • The Yellow Book for process, mechanical and electrical engineering subcontracts – 4th edition
    • The Brown Book for civil engineering subcontracts – 3rd edition

 

Das meistgenutzte Buch ist das Red Book, wobei die Vertragsmuster generell eine geringere Verbreitung als JCT oder NEC haben. Nähere Informationen unter: http://www.icheme.org

 

Abwicklung und Abnahme

Während der Bauphase werden Inspektionen durchgeführt. Das Fertigstellungszertifikat (Completion Certificate) kann entweder durch die lokale Baubehörde oder über einen zugelassenen (approved) Inspektor ausgestellt werden.[19] Nähere Informationen zu dem Abnahmeprozedere und dem „approved private inspector“ unter folgenden Links:

https://www.gov.uk (Zusammenschluss der Lokalbehörden)

http://approvedinspectors.org.uk/ (Association of Consultant Approved Inspectors)


[1] Vgl. The Public Contracts Regulations 2006. http://www.legislation.gov.uk/uksi/2006/5/contents/made 10.01.2013

[2] Originaltext unter http://www.legislation.gov.uk/uksi/2006/6/contents/made 08.02.2013

[3] https://www.gov.uk/tendering-for-public-sector-contracts/overview 10.01.2013

[4] https://www.gov.uk/tendering-for-public-sector-contracts/the-procurement-process 10.01.2013

[5] https://www.gov.uk/tendering-for-public-sector-contracts/the-tendering-process 10.01.2013

[6] Originaltext unter http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1996/53/contents 08.02.2013

[7] Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz(BMELV): Rechtsvergleichende Untersuchung zu Kernfragen des Privaten Bauvertragsrechts in Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz. 2008. http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/380374/publicationFile/22007/Heft520.pdf 06.11.2012.

[8] Originaltext unter http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2009/20/contents 10.01.2013

[9] Weitere Informationen hierzu unter GTAIGTAI Germany Trade & Invest https://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Recht-Zoll/wirtschafts-und-steuerrecht,did=383144.html 10.01.2013

[10] Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz(BMELV): Rechtsvergleichende Untersuchung zu Kernfragen des Privaten Bauvertragsrechts in Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz. 2008. http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/380374/publicationFile/22007/Heft520.pdf 06.11.2012.

[11] http://construction.practicallaw.com/0-502-1375?q=construction+and+projects

[12] The Joint Contract Tribunal. About us. http://www.jctltd.co.uk/about-us.aspx 24.01.2012

[13] The Joint Contract Tribunal. About us. http://www.jctltd.co.uk/about-us.aspx 24.01.2012

[14] The Joint Contract Tribunal. About us. http://www.jctltd.co.uk/about-us.aspx 24.01.2012

[15] Vgl. http://www.jctltd.co.uk/category/contract-families 08.02.2013

[16] Vgl. http://www.jctltd.co.uk/category/standard-building 08.02.2013

[17] Vgl. http://www.neccontract.com/documents/WhatistheNEC.pdf 08.02.2013

[18] Vgl. http://www.icheme.org/media_centre/news/2013/revised%20forms%20of%20contract%20pubished%20by%20icheme.aspx#.URgyAGfAGso, 08.02.2013

[19] ArchiEuropa: Gesetze – United Kingdom. http://www.arvha.org/manage/index.php?s=WPLWU0GJRJ 17.09.2012

Kontaktadressen

Berufsrelevante Institutionen

Architects Registration Board (RAB)
8 Weymouth Street
London, W1W 5BU
Tel.: +44 020 7580 5861
Fax: +44 020 7436 5269
E-Mail: info@arb.org.uk
Internet: http://www.arb.org.uk/index.php

RIBA (Royal Institute of British Architects)
66 Portland Place
London, W1B 1AD
Tel.: +44 207 580 5533
Fax: +44 207 255 1541
E-Mail: info@inst.riba.org
Internet: http://www.architecture.com/Home.aspx

Royal Incorporation of Architects in Scotland
15 Rutland Square
EH1 2BE Edinburgh
Tel.: +44 31 229 7545, +44 31 229 7205
Fax: +44 31 228 2188

Royal Society of Architects in Wales/Cymdeithas Frenhinol Penseiri yng Nghymru (RSAW)
4 Cathedral Road
Cardiff, CF11 9LJ
Tel:  +44 29 2022 8987
Fax: +44 29 2023 0030
Email: rsaw@riba.org
Internet: http://www.architecture.com/RegionsAndInternational/UKNationsAndRegions/Wales/RSAW.aspx

Royal Society of Ulster Architects (RSUA)
2 Mount Charles
Belfast , BT7 1NZ
Tel:  +44 28 9032 3760
Fax : +44 28 9023 7313
E-Mail: info@rsua.org.uk
Internet: www.rsua.org.uk

The Architecture Foundation
60 Bastwick Street
EC1V 3TN London
Tel.: +44 20 7253 3334
Fax: +44 20 7253 3335
Internet: www.architecturefoundation.org.uk

Außenhandelskammer

German-British Chamber of Industry & Commerce
Mecklenburg House, 16 Buckingham Gate
London SW1E 6LB
Tel.: +44 20 7976 4100
Fax: +44 20 7976 4101
E-Mail: mail@ahk-london.co.uk
Internet: http://grossbritannien.ahk.de/


Botschaft

Deutsche Botschaft
23 Belgrave Square
London SW1X 8PZ
Tel.: +44 20 7824 1300
Fax: +44 20 7824 1449
E-Mail: info@london.diplo.de
Internet: http://www.london.diplo.de/

Britische Botschaft
E-Mail: ielts.plus@britishcouncil.de
Internet: www.britishcouncil.de

British Embassy Berlin
Wilhelmstrasse 70
10117 Berlin
Tel.: +49 30 20457 -0
Internet: http://ukingermany.fco.gov.uk/de/


Ministerien/Behörden/Staatliche Einrichtungen

Office for National Statistics (ONS)
Head of the Government Statistical Service 1 Drummond Gate
London SW1V 2QQ
Tel.: +44 845 601 3034
Fax: +44 1633 652 747
E-Mail: info@statistics.gov.uk
Internet: http://www.ons.gov.uk/ons/index.html

Ministry of Culture. Department for Culture, Media and Sports
2-4 Cockspur Street
SW1Y 6DH London
Tel.: +44 20 7211 6000
E-Mail: enquiries@culture.gov.uk
Internet: http://www.culture.gov.uk/

Department for Communities and Local Government
Eland House, Bressenden
PlaceLondon, SW1E 5DU
Tel: +44 30 3444 0000
E-Mail: contactus@communities.gsi.gov.uk
Internet: https://www.gov.uk/government/organisations/department-for-communities-and-local-government

The British Standards Institution
389 Chiswick High Road
London, W4 4AL
Tel: +44 20 8996 9000
Fax: +44 20 8996 7001
Internet: http://www.bsigroup.com/


Portal der Gesetzesveröffentlichungen

Legislation.gov.uk
Internet: http://www.legislation.gov.uk/

EUR-Lex
E-Mail: eurlex-helpdesk@publications.europa.eu
Internet: http://eur-lex.europa.eu/de/index.htm

N-Lex Vereinigtes Königreich
E-Mail: eurlex-helpdesk@publications.europa.eu
Internet: http://eur-lex.europa.eu/n-lex/legis_uk/opsi_form_de.htm

GTAI – Germany Trade and Invest
Hauptsitz Berlin
Friedrichstaße 60
10117 Berlin
T.: +49 30 200 099-0

IXPOS Länderprofil
Internet: http://www.ixpos.de/IXPOS/Navigation/DE/Ihr-geschaeft-im-ausland/Laender-und-branchen/laenderprofile,did=302692.html

NAX-Kontaktarchitekten

Weitere Informationen folgen in Kürze!

Projekte der NAX-Paten
Weiterführende Literatur

Ein Großteil der Literaturquellen basiert auf den unten angegebenen Gesetzen und den in den Fußnoten angegebenen Informationen der Institutionen. Für den Leser ist vor allem folgende weiterführende Literatur von Relevanz:

 

Architects Registration Board: What is the Architects Registration Board. http://www.arb.org.uk/publications/information_leaflets/What%20is%20ARB.pdf 08.12.2011

Architects Registration Board: Architects Code: Standards of Conduct and Practice. 2010. http://www.arb.org.uk/templates/includes/professional_standards/code_2010/Arb%20Code%20of%20Conduct%202010.pdf 08.01.2013

Baden-Powel, Charlotte: Architect’s Pocket Book. 4. Auflage. Oxford, Burlington: Elsevier. 2011

Chappell, David; Cowlin, Michael; Dunn, Michael: Building Law Encyclopedia. Wiley- Blackwell. 2009. 1, Auflage.

Cousins, Matthew: Architect’s Legal Pocket Book. Oxford, Waltham: Elsevier. 2011

GTAI: Wirtschaftstrends – Vereinigtes Königreich 11.2015

GTAI: Wirtschaftsdaten kompakt – Vereinigtes Königreich 11.2015

Gunne-Jones, Alan: Town planning 2009. A practical guide. Coventry: RICS Books. 2009

Royal Institute of British Architects (RIBA). It’s useful to know…. Guidance to help understand the architect’s role in a building project and what happens if things get dfificult. 2010. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/Practice/ProfessionalConduct/ProblemsWithProjects/ItsUsefultoKnowOct2011.pdf 06.12.2011

Royal Institute of British Architects (RIBA): Explaining an architect’s services. General information on the usual tasks undertaken by an architect. 2008. http://www.architecture.com/Files/RIBAProfessionalServices/ProfessionalConduct/DisputeResolution/PracticalMatters/ExplainingServices.pdf 11.01.2013

Speaight, Anthony; Stone, Gregory (Hrsg.). Architect’s Legal Handbook. The Law for Architects. 9. Auflage. Oxford: Elsevier. 2010

 

 

Websites

 

Planning Portal

Die Website “Planning Portal” (http://www.planningportal.gov.uk ) ist die zentrale Informations- und Serviceseite zum Planungssystem in England und Wales. Die Seite wird von dem “Department of Communities and Local Government” betrieben.

 

gov.uk

Die Website www.gov.uk ist die zentrale Informationsseite der britischen Regierung und der öffentlichen Institutionen Großbritanniens. Die Seite befindet sich noch im Aufbau, bis 2014 sollen alle Institutionen ihren Internetauftritt auf diese Seite verlegt haben.

 

Legislation.gov.uk

Die Website http://www.legislation.gov.uk/ ist die offizielle Plattform für die Veröffentlichung von Gesetzen und Rechtsprechung im Vereinigtes Königreich. Alle Gesetze und Gesetzestexte werden auf dieser Seite veröffentlicht.

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Mehr zu Großbritannien und Nordirland

  1. Experimentelle Renovierung eines viktorianischen Hauses in London
    © Studio Ben Allen, London E2 9AP, UK www.studiobenallen.com
    Großbritannien und Nordirland

    NAX-Partner Lanxess

    Experimentelle Renovierung eines viktorianischen Hauses in London

    In London wird ein altes viktorianisches Haus zu einem experimentellen Wunderland aus farbigem Beton. Inspiriert von der umgebenden viktorianischen Architektur wird Beton im gesamten renovierten Haus auf verschiedene Weise verwendet, unter anderem für die moosgrün gemusterten Säulen und Balken, die die lachsfarbenen Strukturwandpaneele des Badezimmers im ersten Stock tragen. So entsteht ein Projekt das 2021 als Gesamtsieger „Bester neuer Hausumbau“ mit dem „Don‘t Move, Im¬prove!“ Award ausgezeichnet wurde.

  2. GTAI Schwerpunkt BREXIT
    © Germany Trade and Invest (GTAI)
    Großbritannien und Nordirland

    Schwerpunkt BREXIT

    GTAI Schwerpunkt BREXIT

    Großbritannien gehört seit dem 1.1.2021 nicht mehr zur EU-Zollunion und zum Binnenmarkt. Damit endet der freie Warenverkehr, Grenzkontrollen werden obligatorisch. Zwar konnten sich das Vereinigte Königkreich und die EU kurz vor dem Jahreswechsel auf ein Handels- und Partnerschaftsabkommen verständigen, dennoch kommen auf Unternehmen zahlreiche Änderungen zu. Auf den Brexit-Sonderseiten der GTAI finden Sie alle Inhalte zum Thema.

  3. Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und dem VK
    © Tim Reckmann/Flickr
    Europäische Union, Großbritannien und Nordirland

    BREXIT

    Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und dem VK

    Das Europe-Direct-Kontaktzentrum der Europäischen Kommission ebenso wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben eine Brexit-Helpline für alle Fragen im Zusammenhang mit den künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich eingerichtet.

  4. Brexit – Was deutsche Planer jetzt wissen sollten
    © Rocco Dipoppa/Unsplash
    Großbritannien und Nordirland

    Nach dem Referendum ist vor dem Brexit:

    Brexit – Was deutsche Planer jetzt wissen sollten

    Ob man den 23.6.2016 nun als Feiertag zelebriert oder als „schwarzen Donnerstag“ verdammt, eines steht fest: Das „Ja“-Votum Großbritanniens für den Ausstieg aus der EU hat nicht nur auf die britische Wirtschaft erhebliche Auswirkungen, sondern wird auch für deutsche Exporteure einiges verändern.

  5. Feuer im Grenfell Tower: Eine vermeidbare Tragödie
    © By Natalie Oxford, via Wikimedia Commons
    Großbritannien und Nordirland

    Interview mit NAX-Pate hhpberlin

    Feuer im Grenfell Tower: Eine vermeidbare Tragödie

    Der verheerende Brand im Londoner Grenfell Tower erschütterte im Sommer die Architektur- und Brandschutzszene in Großbritannien und Europa. Wir haben Ansgar R. Gietmann, Brandschutzexperte beim NAX-Paten hhpberlin, zu den Hintergründen des Grenfell Tower Feuers und den Herausforderungen des Brandschutzes in Wohnhochhäusern befragt.

  6. Erfolgreich Planen in UK
    © ÜberRaum Architects
    Großbritannien und Nordirland

    Interview mit Markus Seifermann, ÜberRaum Architects

    Erfolgreich Planen in UK

    Markus Seifermann, ÜberRaum Architects, arbeitet nach langjähriger Erfahrung in Deutschland und in Europa nun seit 2005 erfolgreich in England/London und berichtete vom Planen und Bauen in Großbritannien.

  7. Projekte versichern in Großbritannien – vor und nach dem Brexit
    © magma architecture
    Kanada, Schweiz, Großbritannien und Nordirland, Vereinigte Staaten von Amerika

    NAX-Projektpartner aic

    Projekte versichern in Großbritannien – vor und nach dem Brexit

    Großbritannien, aktuell noch Mitglied der Europäischen Union (EU) und des europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), könnte trotz des Brexits weiterhin Mitglied des EWR bleiben, allerdings wird die EU Dienstleistungsfreiheit (Freedom of Services) zukünftig wegfallen. Aufgrund des Wegfalls ist davon auszugehen, dass sich die Ausführung von Leistungen deutscher Planer in Großbritannien künftig schwieriger gestalten wird.

  8. Neues von unseren NAX-Paten
    © Till Budde
    China, Großbritannien und Nordirland

    Neues von unseren NAX-Paten

    Hier finden Sie Neues von unseren NAX-Paten.

  9. Anlaufstellen für Architekten in UK
    © RIBA
    Großbritannien und Nordirland

    Diese Institutionen helfen Ihnen weiter

    Anlaufstellen für Architekten in UK

    Deutsche Architekten, Ingenieure und Fachplaner, die in Großbritannien eine Niederlassung aufbauen oder Einzelprojekte umsetzen wollen, können sich über rechtliche Bedingungen, zu erbringende Nachweise und Wirtschaftsprognosen an verschiedenen Stellen informieren. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor.

  10. Englisches Landhaus kontemporär interpretiert
    © Nick Hufton, Hufton + Crow
    Großbritannien und Nordirland

    NAX-Partner Schüco

    Englisches Landhaus kontemporär interpretiert

    Der vom gefeierten US-Modernisten Richard Meier entworfene, eindrucksvolle Landhausneubau wurde mit Schüco Produkten gebaut, die das Gebäude zur herrlichen Landschaft des Oxfordshire hin öffnen. Das Gebäude bietet mit seiner gläsernen Fassade einen einmaligen Blick über die Landschaft. 

  11. Keine Angst vor dem Brexit!
    © GEZE GmbH
    Großbritannien und Nordirland

    NAX-Partner GEZE in Grossbritanien

    Keine Angst vor dem Brexit!

    Schon immer waren Großbritannien und das faszinierende London Anziehungspunkt für Architekten. Wirtschaftliche Aspekte oder ganz einfach die Freude an einem anderen beruflichen Umfeld und Kulturkreis sind Gründe dafür. Außerdem genießen britische Architekten international großes Ansehen.

  12. Baumeldungen Großbritannien
    Großbritannien und Nordirland

    GTAI News

    Baumeldungen Großbritannien

    ie britische Baubranche spürt den geplanten Brexit bereits deutlich. Vor allem im Industrie- und Geschäftsbau, aber auch im Londoner Wohnungsbau herrscht Auftragsflaute. Der Bürobau wird 2018 nach Einschätzung von Experten um 15 Prozent einbrechen.

  13. nax-report-02-17-Wirtschaft-GTAI-Engergieeffizienz-Länder
    © GTAI
    Schweiz, Spanien, Großbritannien und Nordirland, Ungarn, Japan, Süd Korea, Polen, Rumänien, Singapur, Thailand, Vereinigte Staaten von Amerika

    Energieeffizienz im Gebäudebau ausgewählter Länder

    nax-report-02-17-Wirtschaft-GTAI-Engergieeffizienz-Länder

    GTAIGTAI Germany Trade & Invest Germany Trade & Invest (GTAI), langjähriger Kooperationspartner des NAXNAX Netzwerk Architekturexport, hat 15 Länder hinsichtlich der Energieeffizienz im […]

  14. nax-report-05-15-Wirtschaft
    © Dreaming Andy - Fotolia.com
    Vereinigte Arabische Emirate, Österreich, Belgien, Schweiz, China, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Nordirland, Iran, Italien, Luxemburg, Libyen, Niederlande, Polen, Russland, Saudi Arabien, Türkei, Vereinigte Staaten von Amerika

    Abhängig beschäftige Architekten haben beruflich kaum Projekte aus dem Ausland zu bearbeiten

    nax-report-05-15-Wirtschaft

    Dreaming Andy – Fotolia.com Im Rahmen der Befragung „Struktur- und Gehaltsanalyse unter den angestellten und beamteten Mitglieder der Architektenkammer der Länder“ haben 10.740 […]

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